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Studie: Aufschwung nach der Krise kommt nicht allen Branchen zu Gute

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BERLIN (dpa-AFX) - Kräftiges Wachstum im Gastgewerbe und in der Autoindustrie, Rückgänge im Bergbau: Nicht alle Branchen werden dem Prognos-Institut zufolge von dem erwarteten Konjunkturaufschwung nach der Corona-Krise profitieren. "Die Spanne zwischen der schwächsten und der stärksten Branchenentwicklung fällt größer aus als je zuvor", sagte Prognos-Chefvolkswirt Michael Böhmer der Deutschen Presse-Agentur. Das kräftigste Wachstum trauen die Experten in diesem Jahr Branchen zu, die die Corona-Krise besonders hart getroffen hat. Bergbau, Kokerei und Mineralölverarbeitung dürften wegen des deutlichen Strukturwandels in diesen Branchen dagegen weiter schrumpfen.

Das Gastgewerbe, das unter zeitweisen Schließungen während der Pandemie litt, könnte der Studie zufolge seine Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 28 Prozent steigern. Auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft, die 2020 mit ähnlichen Beschränkungen zu kämpfen hatte, erwartet Prognos deutlich zweistellige Zuwachsraten. Voraussetzung sei, dass die Einschränkungen spätestens im Frühjahr spürbar und dauerhaft gelockert würden und die Branchen von einer Pleitewelle verschont blieben.