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Der Strompreis in Deutschland ist auf einem Hoch – eine Energie-Expertin erklärt, warum das nicht anhalten werde

·Lesedauer: 3 Min.
Hochspannungsmasten in Essen
Hochspannungsmasten in Essen

Wer in nächster Zeit seine Stromrechnung bekommt, könnte eine böse Überraschung erleben. Denn die Preise sind deutlich gestiegen. Mittlerweile liegt Deutschland, was den Strompreis angeht, auf Platz eins in Europa.

Nachdem die Bundesrepublik im Jahr 2019 Dänemark bei den Strompreisen überholt hat, sind die Kosten im vergangenen Jahr noch weiter nach oben geklettert. Haushalte, die 1.200 Kilowattstunden im Jahr verbrauchten, zahlten 34,30 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es noch 33,49 Cent. Und auch für größere Haushalte mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden erhöhten sich die Preise — sie zahlten im Schnitt 30,43 Cent pro Kilowattstunde statt der 29,83 Cent aus dem Vorjahr.

Auf die letzten zehn Jahre betrachtet, ist der Strompreis somit um fast vierzig Prozent gestiegen.

Strom soll günstiger werden

Der Grund dafür liegt beim Staat.

"Mehr als die Hälfte der Stromrechnung machen Steuern und staatliche Abgaben aus, wie die Stromsteuer und die EEG-Umlage", sagt Energie-Expertin Ines Rutschmann vom Geldratgeber "Finanztip" zu Business Insider. „Auch die Netzentgelte bilden den Strompreis und darüber sind der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Netze geregelt. Auch wenn die Strompreise noch hoch sind, ist der Anstieg nicht so stark wie in anderen europäischen Ländern“, so Rutschmann.

Die Energie-Expertin mach Hoffnung für die kommenden Jahre und rechnet mit Senkungen der Strompreise. „Wir erwarten, dass die Strompreise günstiger werden, weil die CO2 Preise deutlich gestiegen sind und die Politik die Bevölkerung nicht noch mehr belasten kann. Es wird aktuell darüber debattiert, ob man die EEG-Umlagen abschafft, um Verbraucher bei Strompreisen zu entlasten. “

Hintergrund: Seit 2018 steigt der CO2-Preis. Vor allem in den vergangenen Monaten haben sich die Zertifikate massiv verteuert. Lag der Preis noch im März 2020 bei unter 16 Euro, notiert er nun bei rund 50 Euro je Tonne und ist so teuer wie nie.

5 Tipps um Strom zu sparen

Wenn ihr den Preis selbst beeinflussen wollt, gibt es Tricks, um Strom zu sparen. Diese 5 sind laut Energie-Expertin am einfachsten umzusetzen.

1. Stecker raus

Geräte mit Standby-Funktion wie Fernseher, Router und Computer verbrauchen Strom, auch wenn es aussieht, als ob sie aus wären. Man soll immer den Stecker ziehen, denn erst dann gibt es keinen Strom.

2. Eco-Modus bei der Wäsche

Wäsche im Eco-Modus waschen. Das dauert zwar länger, aber die Waschmaschine erhitzt sich konstant und verbraucht somit weniger Strom. Alte Waschmaschinen mit neuen tauschen, die einen Eco-Modus haben.

3. Balkon statt Trockner

Vor allem im Sommer sollte man auf Trockner verzichten. Es reiche stattdessen, wenn man die Wäsche einfach draußen oder auf dem Balkon hängt.

4. Ladekabel raus

Ladekabel für den Laptop oder das Smartphone nicht in der Steckdose stecken lassen. Auch wenn es praktisch ist, verbraucht es Strom.

5. Keine unnötigen Geräte

Geräte, die man nicht benutzt oder braucht, sollten nicht als Stromfresser im Haushalt leben. Lieber verschenken oder spenden.

Der größte Trick um Strom zu sparen ist: LICHT AUS!