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Stromkosten: Mit Wechseldiensten viel Geld sparen

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Wer immer den günstigsten Stromtarif will, kommt um häufiges Wechseln des Anbieters nicht herum. Das kann allerdings ganz schön nervig sein. Einfacher geht’s wenn man diese Aufgabe einem Dienstleister überlässt. Stiftung Warentest hat neun Wechseldienste getestet, vier davon sind „sehr empfehlenswert“.

Wer die günstigsten Stromtarife im Auge behält und bereit ist, den Anbieter zu wechseln, kann oft eine Menge Geld sparen. Doch mancher scheut den Wechsel, aus Angst vor Ärger oder ganz einfach aus Bequemlichkeit.

Doch dafür gibt es neue Dienstleister, die übernehmen diesen Job. Sie funktionieren tatsächlich, sind komfortabel und sparen viel Geld, so das Ergebnis einer Untersuchung von Stiftung Warentest. Die Portale überprüfen vor einem Wechsel die Qualität von Tarif und Anbieter, sortieren unfaire Versorger aus und vermitteln Kunden nicht an Firmen wie die nun insolvente Bayerische Energieversorgung (BEV).

Die Verbraucherschützer überprüften für Finanztest insgesamt neun dieser Dienstleister und machten mit 27 Haushalten einen Praxistest. Vier der Wechseldienste zeichneten sie mit „sehr empfehlenswert“ aus und drei weitere mit „empfehlenswert“.

Nur von zwei Diensten raten die Experten ab: Bei dem Anbieter Energiehopper.de zeigten sich laut Testbericht Probleme bei der Ersparnisberechnung für das zweite Jahr sowie bei der Provisionsrechnung. Außerdem weise die Datenschutzerklärung von Energiehopper deutliche Mängel auf. Ebenfalls nicht zu empfehlen ist laut Testbericht der Anbieter Stromauskunft.de/Wechselservice. Auch bei diesem Dienst sei die Ersparnisberechnung nicht bei allen Testern korrekt gewesen.

Aber immerhin klappte bei allen Testkandidaten der Wechsel reibungslos und alle Tester konnten auch nach Abzug der Kosten zwischen 73 Euro und mehr als 400 Euro sparen.

Vier Dienste sind top

Vier Dienstleister sind jedoch die klaren Sieger im Test: Esave, Switchup, Wechselpilot und Wechselstrom. Die beiden Dienste Esave und Wechselstrom berechnen jeweils eine Provision von 30 Prozent der ersparten Stromkosten und bei Wechselpilot beträgt die Provision 20 Prozent. Bei Switchup fallen keine Kosten an, denn der neue Versorger zahlt die Provision. Das Unternehmen startete mit seinem Service bereits 2014 und ist heute Marktführer. Zudem bietet Switchup eine kostenlose Rechtsschutz- und Insolvenzversicherung für den Fall, dass der Versorger Pleite geht.

Fazit: Wer Stromkosten sparen will, aber keine Lust hat, sich um den Wechsel selbst zu kümmern, ist mit einem Wechselservice gut beraten. Einmal beauftragt, kümmern sich die Anbieter jedes Jahr neu und achten auf die Kündungsfristen. Bei der Auswahl des Dienstes sollten Kunden sich lediglich entscheiden, ob der Stromanbieterwechsel nur mit ihrer Zustimmung oder automatisch ausgeführt werden soll, rät Stiftung Warentest.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Stromanbieter wechseln“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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