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Strom tanken für die Klimawende

Merx, Stefan
·Lesedauer: 2 Min.

Im Vergleich zu 1990 müssen sich die CO2-Emissionen im Verkehr bis 2030 um 40 bis 42 Prozent verringern. Wie das gelingen kann, zeigt ein Programm der Regierung.

Als wichtigsten Hebel, um die Emissionen um 77 Millionen Tonnen zu verringern, sehen die Experten strombetriebene Autos. Foto: dpa
Als wichtigsten Hebel, um die Emissionen um 77 Millionen Tonnen zu verringern, sehen die Experten strombetriebene Autos. Foto: dpa

Der Beitrag zum Klimaschutz war bescheiden. Um fast ein Drittel gingen die CO2-Emissionen in Deutschland von 1990 bis 2018 zurück – auf 393 Millionen Tonnen belief sich das Minus laut Umweltbundesamt.

Doch während die Energiewirtschaft, der Gebäudesektor und die Industrie deutlich dazu beitrugen, verharrten die Verkehrsemissionen nahezu auf dem Ausgangsniveau. Gerade mal um zwei Millionen Tonnen wurden diese nach unten geschraubt. Was den Fahrzeugherstellern an klimaschonenden Effizienzfortschritten gelang, wurde vom erhöhten Verkehrsaufkommen weitgehend wieder zunichtegemacht.

Mit dem Klimaschutzprogramm steuert die Bundesregierung nun um. „Im Vergleich zu 1990 müssen sich die Emissionen im Verkehr bis 2030 um 40 bis 42 Prozent verringern“, heißt es darin. Gelingen soll das auch mit einer CO2-Bepreisung für Wärme und Verkehr ab 2021 – also einem nationalen Emissionshandel.

Unternehmen, die Heizöl oder Kraftstoffe produzieren, müssen dafür Zertifikate erwerben, auch Verschmutzungsrechte genannt. Die Preise dafür werden zunächst festgelegt und steigen bis 2025, „um den Verbrauchern Zeit zu geben, sich auf die höheren Brenn- und Kraftstoffkosten einzustellen“, kommentiert das Bundeswirtschaftsministerium. Die Einnahmen sollen auch dazu dienen, den Strompreis zu senken. So entstünde ein doppelter Anreiz für Firmen und Privatleute, auf E-Autos umzustellen.

Wie wichtig E-Mobilität dafür ist, die Klimaziele zu erreichen, zeigt eine Studie von Agora Energiewende. Im Auftrag des Thinktanks untersuchten Forscher, wie der Verkehrssektor auf Basis des Jahres 2016 seinen CO2-Fußabdruck bis 2030 deutlich verkleinern kann.

Als wichtigsten Hebel, um die Emissionen um 77 Millionen Tonnen zu verringern, sehen die Experten strombetriebene Autos. Ein wachsender Marktanteil bei den Neuzulassungen auf 80 Prozent im Jahr 2030 würde allein eine Reduktion von 42 Millionen Tonnen bringen.