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Streit um Bonusmeilen-Programm "Miles & More" beigelegt

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Frankfurt/München (dapd). Den Rechtsstreit um das Bonusmeilen-Programm "Miles & More" hat die Lufthansa (Xetra: 823212 - Nachrichten) so gut wie beigelegt. Die Fluggesellschaft konnte sich mit dem Kläger Tobias Eggendorfer sowie weiteren Kunden des Vielfliegerprogramms außergerichtlich einigen. Ein Lufthansa-Sprecher und Eggendorfer bestätigten am Montag einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online".

Die Lufthansa will demnach Änderungen an Miles & More künftig drei Monate vorher bekannt geben. Dazu werde das gesamte Spektrum der Kommunikation vom Newsletter, über das "Lufthansa Magazin" bis zur Smartphone-App genutzt. Die Rechtsstreitigkeiten seien damit "ganz überwiegend beigelegt", sagte der Unternehmenssprecher. Der Münchner IT-Professor Eggendorfer sprach von einem "sinnvollen und guten Ergebnis". Er verzichtete daher auf die Revision beim Bundesgerichtshof.

Die Lufthansa hatte ihr Bonusmeilen-Programm Anfang 2011 zum Nachteil von Vielfliegern verändert. Eggendorfer hatte auf seinem Prämienkonto Anfang 2011 die für Normalkunden unvorstellbare Summe von rund 900.000 Bonusmeilen angesammelt - genug, um gleich mehrere Interkontinentalflüge erster Klasse damit zu bezahlen.

Durch die Anfang 2011 von der Lufthansa vorgenommene Änderungen am "Miles & More"-Programm sah der Vielflieger seine Prämien entwertet. Denn die Zahl der für die Buchung von Business- und First (Other OTC: FSTC - Nachrichten) -Class-Flügen nötigen Punkte erhöhte sich um bis zu 20 Prozent.

Eggendorfer erstritt im März 2012 vor dem Landgericht Köln ein Urteil gegen die Lufthansa. Danach hatte der Konzern die Meilenanpassung nicht rechtzeitig kommuniziert.

Das Kölner Oberlandesgericht kippte vor einem Monat diese Entscheidung und gab der Lufthansa Recht. Die Richter erklärten, ausschlaggebend für die Zulässigkeit der Änderung seien deren Auswirkungen für einen "durchschnittlichen" Teilnehmer des "Miles & More"-Programms. Für Normalkunden habe sich die Prämiensituation aber durch die Neuregelung in einigen Punkten sogar verbessert, hatte das Gericht bereits bei der mündlichen Verhandlung betont.

Der Lufthansa-Sprecher verteidigte das juristische Vorgehen seines Unternehmens. "Wir brauchten Rechtssicherheit", sagte er.

(Aktenzeichen: OLG Köln 15 U 45/12)

dapd

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