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Stiftung Warentest: Die besten Tablets aller Klassen

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Getty)

Von postkartenklein bis Din-A4-Format-groß, von 77 Euro billig bis 1.390 Euro teuer – Stiftung Warentest hat 19 neue Tablets auf den Prüfstand geschickt. Die Ergebnisse reichen von „Gut“ bis „Ausreichend“. Und es gibt auch „Gute“, die wenig kosten.

Wer derzeit nach einem neuen Tablet Ausschau hält, hat große Auswahl. 19 neue Geräte konnten die Einkäufer von Stiftung Warentest ergattern und ins Testlabor schicken. Branchenriese Apple ist gleich mit vier Neulingen vertreten.

Die aktuellen Testkandidaten teilen sich auf in die Kategorien „Kleine Tablets bis 8-Zoll-Bildschirm“ und „Große Tablets mit 10- bis 11-Zoll-Bildschirm“. Von Apple kommt zudem ein Riesentablet, das eine eigene Kategorie für sich beansprucht.

Mit allen vier Neuen besetzt Apple die Spitzenplätze im aktuellen Test. Das riesige iPad Pro hat mit 12,9 Zoll eine Bildschirmdiagonale von stolzen 32,7 Zentimetern. Es eignet sich laut Stiftung Warentest perfekt zum Arbeiten und für Spielfilme. „Für Videos, Fotos und 3D-Spiele sind Apple-Tablets erste Wahl. Ihre schnellen Prozessoren und die perfekte Abstimmung aller Komponenten machen die iPads zu Rechenkünstlern“, heißt es im Testbericht.

Besonders beeindruckt waren die Prüfer vom iPad Pro (Note 1,7), das wahlweise mit einer Bildschirmgröße von 10,9 Zoll oder 12,9 Zoll zu haben ist. Beide seien „rattenschnell“. Aber die Apple-Modelle haben ihren Preis. Der Riese mit 256 Gigabyte Speicher, WLan (Wifi) und mobilem Internetzugang (Cellular) kostet 1.390 Euro. Das kleinere Modell mit gleicher Ausstattung schlägt mit 1.120 Euro zu Buche. Damit sei Apple mehr als doppelt so teuer wie der bisherige Spitzenkandidat „Samsung Galaxy Tab S4“ aus dem letzten Test (11/2018), geben die Experten zu bedenken.

Die Pro-Modelle lassen sich zudem auch mit Tatstatur und Grafikstift bedienen. Die lässt sich Apple allerdings noch einmal extra bezahlen. Zusammen mit dieser Ausstattung stehen dann für den Riesen mehr als 1.700 Euro auf der Rechnung.

Platz 2 unter den großen Tablets teilen sich mit dem Qualitätsurteil „Gut“ (Note 1,9) das Apple iPad Air für 685 Euro und das Samsung Galaxy Tab S5e LTE für 445 Euro. Beide bieten ein „sehr gutes“ Display. Das Samsung schneidet bei der Akkuleistung um drei Zehntelnoten besser ab und hat mit 4 Gigabyte auch mehr Arbeitsspeicher als der Kandidat von Apple. Dafür eigne sich das Air besser für Büroanwendungen, Videos und 3D-Spiele, heißt es im Prüfbericht.

Preis-Leistungs-Sieger

Ebenfalls von Samsung kommt der Preis-Leistungs-Sieger des Tests. Das Galaxy Tab A 10.1 ist für rund 250 Euro zu haben. Es teilt sich unter den großen Tablets mit dem Qualitätsurteil 2,1 zusammen mit den neuen Modellen von Huawei (M5 Lite, 292 Euro) und Lenovo (Tab P10, 410 Euro) den dritten Platz. Wer ein neues Android-Tablet suche, bekomme mit dem 10-Zoll-Modell von Samsung viel Leistung für wenig Geld, so die Verbraucherschützer.

Noch günstiger und ebenfalls noch „gut“ ist das Tab M10 von Lenovo (Note 2,4) für 249 Euro sowie das T5 von Huawei (Note 2,5) für 233 Euro.

Unter den kleinen 8-Zoll Geräten liegt das iPad Mini (64 GB, 585 Euro) mit dem Qualitätsurteil „Gut“ (Note 2,0) vorn. Weitaus günstiger ist mit nur 120 Euro das Amazon Fire HD 8 zu haben, das sich den zweiten Platz sicherte, aber nur mit „Befriedigend“ (Note 2,7) abschnitt.

Billig-Tablets auf den hinteren Plätzen

Die sehr günstigen Tablets unter 100 Euro zeigten sich leider auch leistungsschwach und landeten im Test abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Alcatel belegte in beiden Kategorien mit dem 1T 10 für 95 Euro und dem 1T 7 für 77 Euro jeweils nur den vorletzen Platz. Das TAQ-10403G von Denver für 85 Euro ist mit „Ausreichend“ das Schlusslicht unter den großen Tablets. Die Billigvariante von Lenovo (Tab E7) für 96 Euro mit ebenfalls „Ausreichend“ der Testverlierer unter den kleinen Tablets.

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Tablets“ sowie Testergebnisse zu insgesamt 160 Tablets finden Sie hier (kostenpflichtig).

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