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Stiftung Warentest: Das sind die besten Banking-Apps

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
Apps verschiedener Anbieter wurden auf Herz und Nieren überprüft. (Bild: gettyimages)

Kontostand checken, Überweisungen tätigen und Buchungen kontrollieren – solche Bankgeschäfte lassen sich auch schnell und sicher unterwegs mit dem Smartphone erledigen. Voraussetzung ist eine gute App. Stiftung Warentest hat 38 Banking-Apps überprüft und zwölf mit dem Qualitätsurteil “Gut” bewertet.

Schnell mal beim Einkaufsbummel schauen, ob noch genug auf dem Konto ist oder während einer Bahnfahrt offene Rechnungen per Fotoüberweisung begleichen – mit einer guten Banking-App ist das kein Problem.

Stiftung Warentest hat für ihr Verbrauchermagazin Finanztest 38 solcher Programme für die Betriebssysteme Android und iOS untersuchen lassen. Zwei Experten überprüften die Funktionen, wie Kontostands- und Umsatzabfragen und ob sich Überweisungen komfortabel ausführen lassen, etwa durch Abfotografieren, per Girocode oder Import im pdf-Format.

Pluspunkte gab es, wenn Überweisungen von Konten verschiedener Banken ausgeführt oder Girokonten mehrerer Banken eingebunden werden konnten. Zudem sollte eine gute App auch einen Informationsservice über Kontobewegungen in Echtzeit anbieten, meint Stiftung Warentest. Darüber hinaus beurteilten fünf Testpersonen, zwei Profis und zwei geschulte Anwender wie gut sich die Apps handhaben ließen. Und schließlich nahmen die Prüfer das Datensendeverhalten genau unter die Lupe und ein Jurist bewertete die AGB und Datenschutzbestimmungen der Programme.

So sicher wie Online-Banking

Laut dem Bundesverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom nutzen bereits 40 Prozent aller Onlinebanking-Kunden ihr Handy für Bankgeschäfte. Allerdings frage der Großteil nur den Kontostand ab und tätige keine Überweisungen übers Smartphone. Grund seien Sicherheitsbedenken. “Doch Mobilbanking per App ist so sicher wie Onlinebanking. Die Apps stellen wie beim Onlinebanking am PC eine sichere Verbindung mit dem Bankserver her”, erklären die Experten. Wichtig sei es nur, die Apps immer aktuell zu halten, diese nur aus offiziellen Stores zu beziehen und keine Überweisungen in öffentlichen WLan-Netzen durchzuführen.

Gewinner und Verlierer

Insgesamt fand Stiftung Warentest sieben iOS-Apps und fünf für Android, die mit dem Qualitätsurteil “Gut” ausgezeichnet werden konnten. Auf beiden Seiten überzeugten die multibankenfähigen Apps von Banking 4, Finanzblick, Outbank und den Sparkassen. Bei letzterer ist es nicht notwendig ein Konto bei einer Sparkasse zu haben.

Testverlierer sind die Apps der Targobank und der Postbank, die als einzige nur mit “Ausreichend” abschnitten. Bei der Targobank fehlte unter anderem ein Prüfmechanismus, der Tippfehler in der IBAN erkennt. Die App der Postbank zeigte sich mit Schwachpunkten beim Überweisen, bietet weder Fotoüberweisungen noch das Importieren von Rechnungen an.

Übrigens sind alle Apps – mit Ausnahme von Banking 4A und Banking 4i – kostenlos. “Dafür haben wir in einigen Anwendungen Werbung festgestellt, zum großen Teil für eigene Produkte, aber in den Apps von GLS und Numbrs auch für Angebote Dritter. Immerhin 17 Apps sind komplett werbefrei”, so Stiftung Warentest.

Update 25. September 2018: „Bei  der Targobank fehlte unter anderem ein Prüfmechanismus, der Tippfehler in der IBAN erkennt.“ Die Targobank weist diese Aussage von Stiftung Warentest in Finanztest als falsch zurück und teilt mit: „Auch in unserer App erfolgt immer eine komplette IBAN-Validierung, wodurch selbstverständlich Fehler in der IBAN erkannt werden.“ Das Verbrauchermagazin Finanztest sieht dagegen keine Fehler in seiner Berichterstattung und kritisiert weiterhin: „Die Targobank führt eine Prüfung der IBAN vor der Überweisung durch, allerdings zu einem späteren Zeitpunkt als alle anderen Apps im Test. Das führt zu Komforteinschränkungen, die Sicherheit der Überweisung ist jedoch nicht beeinträchtigt.“

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema “Banking-Apps” finden Sie hier (kostenpflichtig).

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