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Stiftung Warentest: Das hilft bei Läusealarm

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Täglich stecken sich Kinder, Teenager und auch Erwachsene mit Läusen an. Gerade nach den Sommerferien melden Kitas und Schulen verstärkt Läusealarm. Gezielte Behandlung ist dann wichtig. Stiftung Warentest hat aktuell zwölf Präparate getestet. Nur drei sind laut der Untersuchung uneingeschränkt empfehlenswert, drei weitere aber immerhin „auch geeignet“, die Plagegeister zu vertreiben.

Wenn Kinder oder Jugendliche in der Schule die Köpfe zusammenstecken oder die Kids abends mit ihren Eltern auf der Couch kuscheln, sind das perfekte Voraussetzungen für Läuse, um sich weiter zu verbreiten. Denn das tun sie einfach, indem sie von Kopf zu Kopf springen.

Damit ist auch klar: Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sie können jeden treffen. Bei Befall ist es wichtig, mit speziell geeigneten Mitteln gegen die Plagegeister vorzugehen, denn nur Haare waschen hilft nicht.

Für die Septemberausgabe des Verbrauchermagazins test hat Stiftung Warentest zwölf gängige Mittel gegen Läuse untersucht. Bewertet wurden Studien zur Wirksamkeit sowie Daten zu Risiken. Vier der getesteten Mittel sind demnach nur „mit Einschränkungen geeignet“, zwei weitere „wenig geeignet. „Grob lassen sich bei Läusemitteln zwei Wirkprinzipien unterscheiden. Das erste: Öl erstickt die Blutsauger. So funktionieren auch die drei Mittel, die im Test ganz vorn liegen“, heißt es im Testbericht.

Beim zweiten Wirkprinzip lähmt Insektengift die Nerven der Läuse. So sei es auch bei Goldgeist forte und InfectoPedicul, die laut Expertenmeinungen fast genauso gut zur Bekämpfung geeignet sind, wie die drei Öle, die bei der Untersuchung am besten abschnitten.

Grundsätzlich gilt aber für alle Präparate, dass sie korrekt nach Anleitung angewendet werden müssen, damit sie zuverlässig wirken. Darüber hinaus sei die zusätzliche Behandlung mit einem Läusekamm unverzichtbar, um tote, wie überlebende Plagegeister zu entfernen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei Präparate vor, die Stiftung Warentest nach der Untersuchung als gut verträglich und geeignet einstufte:

(Bild: Stiftung Warentest)

Jacutin Pedicul Fluid

Das Mittel enthält eine Lösung mit dem synthetischen Öl Dimeticon, das die Läuse erstickt. Die Einwirkzeit beträgt zehn Minuten und das Präparat ist bei Kindern ab der Geburt einsetzbar. Die Krankenkasse erstattet den Kaufpreis nicht.

Preis: 100 Milliliter kosten 14,95 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)

EtoPril

Das Präparat wirkt ebenfalls durch das synthetische Öl Dimeticon. Die Anwendung braucht Zeit: Das Mittel muss acht Stunden oder länger, eventuell auch über Nacht; einwirken. Es eignet sich für Kinder ab sechs Monaten und wird auf Rezept bei Kindern bis zum Alter zwölf Jahren von der Krankenkasse erstattet.

Preis: 100 Milliliter kosten 14,95 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)

Dimet 20

Dimet 20 wirkt ebenfalls auf Ölbasis und ist für Kinder ab dem Alter von sechs Monaten geeignet. Die Einwirkdauer beträgt bei diesem Mittel 20 Minuten. Auf Rezept bei Kindern bis zwölf Jahre ist eine Erstattung des Kaufpreises durch die Krankenkasse möglich.

Preis: 100 Milliliter kosten 21,99 Euro.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Mittel gegen Läuse“ finden Sie hier (kostenpflichtig).