Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 21 Minute

STICHWORT: Wie der Bund die Pandemie weiter ausbremsen will

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz neuer Corona-Auflagen zum Monatsanfang bleibt die Zahl der Neuinfektionen hoch. Der Bund will noch einmal nachschärfen. Ein hohes Infektionsgeschehen sei "nur noch durch erhebliche Beschränkungen" zu kontrollieren, heißt es im Entwurf des Bundes für das gemeinsame Beschlusspapier von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten. Die Details:

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll nach dem Willen des Bundes nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein.

PRIVATE TREFFEN: Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollen sich auf einen festen weiteren Hausstand beschränken. Kinder und Jugendliche sollen angehalten werden, sich nur noch mit einem festen Freund in der Freizeit zu treffen. Auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden.

MOBILITÄT: Der Bund appelliert an Bürger, auf private Reisen und Tagestouren zu verzichten und wenn möglich den öffentlichen Nahverkehr zu meiden.

QUARANTÄNE: Der Bund empfiehlt allen Menschen mit Erkältungssymptomen, sich nach Hause in Quarantäne zu begeben und dort fünf bis sieben Tage bis zum Abklingen der Symptome zu bleiben. In Absprache mit dem Arzt werde auch geklärt, ob ein Corona-Test erforderlich sei.

SCHULEN: In Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz nach dem Willen des Bundes für Schüler aller Jahrgänge und Lehrer auf dem Schulgelände vorgeschrieben werden. Zudem sollten die Klassen - sofern keine größeren Räume zur Verfügung stehen - halbiert und in festen Gruppen unterrichtet werden. Auch in Schulbussen sei der Mindestabstand von 1,5 Metern sicherzustellen.

SCHUTZ VON RISIKOGRUPPEN: Besonders gefährdete Menschen wie Alte, Kranke oder Menschen mit Vorerkrankungen sollen nach dem Willen des Bundes zum Schutz vor dem Coronavirus von Dezember an 15 vergünstigte FFP2-Masken erhalten. Das ergebe rechnerisch eine Maske pro Winterwoche.

IMPFZENTREN: Die Länder sind gehalten, ihre Impfzentren und

-strukturen ab dem 15. Dezember so vorzuhalten, dass eine

kurzfristige Inbetriebnahme möglich ist. Bis Ende November sollen sie dem Bund mitteilen, wie viele Impfungen sie am Tag planen.

NACHVERFOLGUNG VON INFEKTIONEN: Da eine vollständige Nachverfolgung von Kontakten oft nicht möglich ist, sollen bei Ausbrüchen in einem Cluster wie beispielsweise Schulen oder Unternehmen Maßnahmen wie eine Quarantäne auch ohne positives Testergebnis angeordnet werden.

MAßNAHMEN-EVALUATION: Das Treffen an diesem Montag war nur für eine Zwischenbilanz gedacht. Wie es ab Dezember bis Weihnachten weitergeht, will der Bund am 23. November beraten.