Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.813,03
    +29,23 (+0,23%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.448,31
    -6,55 (-0,19%)
     
  • Dow Jones 30

    31.097,26
    +321,86 (+1,05%)
     
  • Gold

    1.812,90
    +5,60 (+0,31%)
     
  • EUR/USD

    1,0426
    -0,0057 (-0,54%)
     
  • BTC-EUR

    18.419,01
    -180,12 (-0,97%)
     
  • CMC Crypto 200

    420,84
    +0,70 (+0,17%)
     
  • Öl (Brent)

    108,46
    +2,70 (+2,55%)
     
  • MDAX

    25.837,25
    +13,85 (+0,05%)
     
  • TecDAX

    2.894,52
    +8,90 (+0,31%)
     
  • SDAX

    11.930,60
    +49,40 (+0,42%)
     
  • Nikkei 225

    25.935,62
    -457,38 (-1,73%)
     
  • FTSE 100

    7.168,65
    -0,63 (-0,01%)
     
  • CAC 40

    5.931,06
    +8,20 (+0,14%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.127,84
    +99,14 (+0,90%)
     

Steven Spielberg erzählt die "West Side Story" neu: Das sind die Kino-Highlights der Woche

·Lesedauer: 4 Min.
Musicalfans erwarten in der Kinoadaption von "West Side Story" nicht nur tolle Tanzsequenzen, sondern auch große Gefühle. (Bild: Disney)
Musicalfans erwarten in der Kinoadaption von "West Side Story" nicht nur tolle Tanzsequenzen, sondern auch große Gefühle. (Bild: Disney)

"West Side Story", "Don't Look Up" und "Lauras Stern": Das sind die Kino-Neustarts am 9. Dezember.

Dieser Mann kann einfach alles: Am 18. Dezember wird Steven Spielberg 75 Jahre alt, und nach Filmen über Außerirdische, Dinosaurier und den Holocaust hat er sich nun einmal mehr etwas für ihn völlig Neues vorgenommen: ein Musical. Spielberg hat "West Side Story" erneut verfilmt, nach dem Klassiker von 1961 ist es die zweite Kino-Adaption des Welterfolgs. Und was soll man sagen? Spielbergs Version wirkt, als habe der Filmemacher sein Leben lang nichts anderes gemacht, als Musicals zu inszenieren. "West Side Story" ist eines der Kino-Highlights der Woche - neben der Satire "Don't Look Up" und dem Kinderfilm "Lauras Stern".

Ansel Elgort und Rachel Zegler spielen Tony und María, deren Liebe unter keinem guten Stern steht. (Bild: Disney)
Ansel Elgort und Rachel Zegler spielen Tony und María, deren Liebe unter keinem guten Stern steht. (Bild: Disney)

West Side Story

Braucht es das - eine Neuverfilmung des Musicals "West Side Story"? Schließlich gilt die Leinwandadaption von 1961 als unerreichbarer Klassiker und wurde seinerzeit mit nicht weniger als zehn Oscars ausgezeichnet. Steven Spielberg hat sich trotzdem an den Musical-Stoff von Leonard Bernstein, Stephen Sondheim und Arthur Laurents gewagt und ihn mit seinem ganze eigenen Spielberg-Touch, dieser Magie, die alle seine Filme durchzieht, in ein Kino-Ereignis verwandelt.

Hier passt einfach alles: die Musik, die Darsteller, die wilden Kamerafahrten, die Choreografien. Spielbergs "West Side Story" spielt, wie die Vorlage, im New York der 50er-Jahre; Neonreklame, Petticoats und chromverzierte Straßenkreuzer inklusive. Dennoch wirkt die Handlung aufgrund von Themen wie Rassenhass, Männlichkeit und sogar Gender überraschend - und bisweilen erschreckend - aktuell. "Vor etwa 15 Jahren habe ich mir versprochen: Wenn ich ein Musical drehe - und das wollte ich unbedingt - dann ist es 'West Side Story'", sagt Spielberg. Gut, dass er dieses Versprechen eingehalten hat.

"West Side Story" erzählt auch in der Neuauflage eine Romeo-und-Julia-Geschichte. In einem heruntergekommenen Abbruchviertel von New York City liefern sich zwei Jugendgangs regelmäßig Straßenschlachten: die "Sharks", deren Mitglieder aus Puerto Rico stammen, und die "Jets", die allesamt weiß sind und sich für die einzig wahren Amerikaner halten. Zwischen die Fronten geraten auch die Puertoricanerin María (Newcomerin Rachel Zegler) und der frisch aus dem Gefängnis entlassene Tony (Ansel Elgort, "Baby Driver"). Auf einer Schulfeier lernen sich die beiden kennen und verlieben sich ineinander. Doch die Umstände lassen es nicht zu, dass ihre Beziehung glücklich endet.

Die Astrophysiker Dr. Mindy (Leonardo DiCaprio) und Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence) entdecken in "Don't Look Up", dass ein Asteroid vom Typ "Planetenkiller" auf die Erde zurast. Aber es kommt noch schlimmer: Die Menschen interessiert es gar nicht, dass sie sterben werden. (Bild: Netflix / Nico Tavernise)
Die Astrophysiker Dr. Mindy (Leonardo DiCaprio) und Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence) entdecken in "Don't Look Up", dass ein Asteroid vom Typ "Planetenkiller" auf die Erde zurast. Aber es kommt noch schlimmer: Die Menschen interessiert es gar nicht, dass sie sterben werden. (Bild: Netflix / Nico Tavernise)

Don't Look Up

Vom Himmel her rast das Unheil auf die Erde zu, und was machen die Menschen? Sie verschließen die Augen und schauen einfach nicht hin. Da können sich Jennifer Lawrence und Leonardo DiCaprio als Wissenschaftler den Mund noch so fusselig reden und vor der sicheren Auslöschung des Planeten durch einen Kometen warnen. "Don't Look Up" heißt der neue Film von Adam McKay, der zuletzt die Finanzkrise von 2009 ("The Big Short") und die US-Politikgeschichte der letzten 50 Jahre ("Vice - Der zweite Mann") mit komödiantischer Leichtigkeit wunderbar erklärte.

Diesmal arbeitet sich McKay in einer beißenden Satire an institutioneller Dummheit, Wissenschaftsverleugnung und Profitgier ab - und dabei bleibt ihm das Lachen im Hals stecken. Das kann man ihm nicht einmal verdenken: Die Story über zwei Astrophysiker, die mit ihren Berechnungen und Warnungen vor allem auf Ignoranz und Desinteresse stoßen, ist keine besonders subtile Metapher auf den Umgang von Politik, Medien und sozialen Netzwerken mit Klimakrise und Corona-Pandemie. Witzig ist das alles nicht - auch wenn die Inszenierung gewohnt tempo- und einfallsreich ist, sich halb Hollywood die Ehre gibt und Meryl Streep als weiblicher Donald Trump im Oval Office mit sichtlichem Vergnügen auf Vernunftstauchstation geht.

Bevor Netflix den Film am Heiligabend in sein Programm aufnimmt, gönnt ihm der Streamingdienst ab 9. Dezember eine kurze Kinokarriere.

Unschwer zu erkennen, wen sich Meryl Streep für ihre Rolle als US-Präsidentin Janie Orlean zum Vorbild genommen hat. (Bild: © Niko Tavernise / Netflix © 2021)
Unschwer zu erkennen, wen sich Meryl Streep für ihre Rolle als US-Präsidentin Janie Orlean zum Vorbild genommen hat. (Bild: © Niko Tavernise / Netflix © 2021)

Lauras Stern

Kuscheltiere, Hörbuch-CDs, Puzzles, eine App, eine Fernsehserie, später ein erster Kinofilm - "Lauras Stern" ist längst eine Markenwelt für sich. Angefangen hat alles Mitte der 90-er mit einem Kinderbuch von Klaus Baumgart, dem erst mehrere Fortsetzungen folgten, dann eine 52-teilige ZDF-Serie, schließlich ein überaus erfolgreicher Animationsfilm - der wiederum fortgesetzt wurde. Jetzt kommt der erste "Lauras Stern"-Realfilm in die Kinos, entstanden unter der Regie der Newcomerin Joya Thome. "Mit dem Schritt zum Realfilm machen wir die Geschichte meiner Meinung nach noch erlebbarer, bringen sie noch näher zu den Kindern", sagt Produzentin Maya Rothkirch. "Ein Animationsfilm ist immer etwas Illustratives, Abstraktes. Aber ein reales Mädchen, das mit dem Stern spielt, ist ein noch stärkeres Bild."

Der Film erzählt von der kleinen Laura (Emilia Kowalski), die mit ihrer Familie in eine fremde Stadt gezogen ist und dort keine Freunde findet. Nach einem Sternschnuppenschauer findet sie einen kleinen, heruntergefallenen Stern im nahen Park, nimmt ihn mit nach Hause und verarztet seinen abgebrochenen Zacken mit einem Pflaster. Laura und ihr Stern erleben zunächst zauberhafte Abenteuer - doch als der Stern beginnt seine Leuchtkraft zu verlieren, muss Laura einen Weg finden, ihn zurück nach Hause in den Himmel zu bringen.

"Lauras Stern" ist die erste Realverfilmung der beliebten Kinderbuchreihe. (Bild: Warner Bros.)
"Lauras Stern" ist die erste Realverfilmung der beliebten Kinderbuchreihe. (Bild: Warner Bros.)
Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.