Deutsche Märkte öffnen in 33 Minuten
  • Nikkei 225

    26.992,21
    +776,42 (+2,96%)
     
  • Dow Jones 30

    29.490,89
    +765,38 (+2,66%)
     
  • BTC-EUR

    19.940,89
    +316,41 (+1,61%)
     
  • CMC Crypto 200

    446,71
    +11,36 (+2,61%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.815,43
    +239,82 (+2,27%)
     
  • S&P 500

    3.678,43
    +92,81 (+2,59%)
     

Steinhoff-Aktie: 1 schlechte und 1 gute Neuigkeit

Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt
Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt

Nach einer zwischenzeitlichen Erholung geben Steinhoff (WKN: A14XB9)-Aktien seit Januar 2022 wieder nach. Ein Grund dafür sind die infolge der hohen Inflation steigenden Zinsen. Sie führen bei dem hoch verschuldeten Handelskonzern zu wachsenden Finanzierungskosten.

Im ersten Geschäftshalbjahr (bis Ende März 2022) verursachten sie einen Konzernverlust von -413 Mio. Euro, der operative Gewinn erreichte hingegen 297 Mio. Euro. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Nettoverschuldung immer noch 10.235 Mio. Euro, während sie zum Geschäftsjahresende 2021 noch bei 8.117 Mio. Euro lag.

Dem stand nur ein Kassenbestand von 1.125 Mio. Euro gegenüber. Die hohen Verbindlichkeiten sind derzeit also weiterhin das größte Problem des Konzerns. Steinhoff will sie umstrukturieren und Laufzeitverlängerungen vereinbaren. Doch dies ist im aktuellen Umfeld keine leichte Aufgabe. Am Ende wird es sehr darauf ankommen, wie weit die Zinsen steigen. Sie könnten dem Unternehmen somit durchaus gefährlich werden.

Die hohe Inflation führt aber nicht nur zu steigenden Zinskosten, sondern auch zu anziehenden Verkaufspreisen und so zu einem gedämpften Konsum.

Steinhoff-Geschäfte operativ erfolgreich

Dass es jedoch operativ wieder besser läuft, zeigen die Ergebnisse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 (bis Ende Juni). In diesem Zeitraum wuchs der Umsatz um 12 % auf 7.763 Mio. Euro. Dabei legten alle Steinhoff-Töchter zu.

Am besten schnitt die Pepco Group (WKN: A3CQ3M) mit einem Umsatzzuwachs von 18 % auf 3.582 Mio. Euro ab. Auf Platz zwei folgte Pepkor Holdings (WKN: A2JPBS) mit einem Plus von 9 % auf 3.649 Mio. Euro. Greenlit Brands gelang eine kleine Steigerung von 1 % auf 532 Mio. Euro. Die Mattress Firm, an der Steinhoff nur beteiligt ist, steigerte ihren Umsatz um 10 % auf 2.898 Mio. Euro.

Über die Pepco Group profitiert Steinhoff sogar vom aktuellen Umfeld. Die Gruppe verkauft vor allem niedrigpreisige Güter, die meist in allen Konjunkturphasen gefragt sind. Entsprechend stieg hier der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 26 % auf 1.985 Mio. Euro. Allein im dritten Geschäftsquartal 2022 legte er sogar um 28,5 % zu. Pepco expandierte weiter und eröffnete im laufenden Geschäftsjahr 2022 bisher schon 350 neue Geschäfte.

Der Konzern profitiert derzeit vom Wegfall vieler COVID-19-Beschränkungen, wodurch wieder mehr Kunden die Geschäfte betreten. Das Management arbeitet zudem an weiteren Kostensenkungen und verbesserten Lieferketten.

Steinhoff präsentierte allerdings kein Ergebnis. Es wird erst mit dem Geschäftsjahresbericht 2022 veröffentlicht. Dennoch ist annehmbar, dass derzeit noch kein Gewinn möglich ist.

Fazit

Steinhoff-Aktien bleiben derzeit weiterhin eher spekulativ und gefährdet. Erst wenn sich die Schuldensituation deutlich verbessert, könnten wieder ein Gewinn und somit auch bessere Kurse möglich sein.

Der Artikel Steinhoff-Aktie: 1 schlechte und 1 gute Neuigkeit ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022