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Steigende Energiepreise erhöhen Druck im Maschinenbau

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die rasant steigenden Preise zum Beispiel für Erdgas und die Schwierigkeiten bei der Energieversorgung werden für Deutschlands Maschinen- und Anlagenbauer zunehmend zur Belastung. Aktuell gebe es zwar bei rund 90 Prozent der Unternehmen keine Einschränkungen in der Produktion aufgrund der Probleme in der Energieversorgung", erläuterte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, am Freitag die Ergebnisse einer Umfrage unter 641 Mitgliedsunternehmen. "Doch die Aussichten verdüstern sich: 57 Prozent der Unternehmen, also mehr als jedes zweite, erwartet eine Verschärfung der Situation in den nächsten sechs Monaten."

Etwa drei von vier Unternehmen rechnen nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) trotz der widrigen Umstände im laufenden Jahr mit einem nominalen, wenngleich vornehmlich inflationsgetriebenen Umsatzwachstum. Für 2023 erwarten dies zwei von drei Maschinenbaubetrieben. Dennoch bräuchten die Unternehmen "wieder mehr Planungssicherheit" bei der Energieversorgung, mahnte der VDMA.

Rohstoffe und Vorprodukte zu beziehen, bleibt für die Branche eine zusätzliche Herausforderung. "Immer noch melden rund vier von fünf Unternehmen merkliche oder gravierende Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten, und nur wenige Maschinenbauer erwarten eine nachhaltige Entspannung in den nächsten Monaten", fasste Wiechers zusammen.