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Steigende Corona-Fallzahlen auf Mallorca: Reiseveranstalter sieht deutsche Lieblingsinsel "am Rande des Abgrunds"

·Lesedauer: 2 Min.

Die Fallzahlen auf Mallorca haben sich innerhalb kurzer Zeit vervierfacht. Darüber berichtet die „WAZ“, die zur Funke Mediengruppe gehört. Die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz lag auf der beliebten Ferieninsel der Deutschen demnach zuletzt bei 82 Fällen pro 100.000 Einwohner, Tendenz steigend. Schon ab einem Wert von 50 kann Deutschland eine Region zum Risikogebiet erklären.

In einem Kommentar in der „Mallorca-Zeitung“, aus dem die „FAZ“ zitiert, heißt es: „Mit Hunderten junger Leute, die sich bei Abifahrten auf der Insel untereinander mit dem Coronavirus ansteckten und Covid-19 danach auf das Festland zurücktrugen, hat Mallorca jetzt sein eigenes Ischgl.“ Gemeint sind damit wohl auch die Schulabschlussfeiern tausender spanischer Schüler im Juni in Playa de Palma. Wie die „WAZ“ berichtet, infizierten sich dabei mindestens 1800 von ihnen und brachten das Virus so aufs Festland.

Im ungünstigsten Fall könnte die Corona-Lage auf der Balearen-Insel so eskalieren wie schon in Portugal: Dort sind dem „WAZ“-Bericht zufolge zwei beliebte Urlaubsgebiete – die Algarve und Hauptstadt Lissabon – zu Hochrisikoregionen geworden, mit Sieben-Tage-Inzidenzen von einmal 284 Fällen pro 100.000 Einwohner und einmal 269. Wer aus Portugal nach Deutschland zurückreist, muss nun wieder in Quarantäne – egal ob geimpft oder nicht. Das führte dem Medienbericht zufolge dazu, dass zehntausende Urlauberinnen und Urlauber ihre Reise nach Portugal stornierten.

„Dann müssen wir die Hotels dicht machen“

Reiseveranstalterinnen und -veranstalter fürchten nun, dass auf Mallorca ein ähnliches Szenario drohen könnte. Willi Verhuven, Chef des Reiseveranstalters Alltours, sagte der „WAZ“, er sehe Mallorca schon „am Rande des Abgrundes“ und forderte ein Verbot des Sauftourismus, härtere Sanktionen und strengere Kontrollen. In Bezug auf die Situation in Portugal sagte Verhuven der Zeitung: „Sollte das auch mit Mallorca passieren, dann ist die Sommersaison 2021 am Ende, und wir müssen die Hotels dicht machen.“

Wie auch in anderen Regionen Europas ist es auch auf Mallorca besonders die Delta-Variante des Virus, die den Beteiligten Sorge bereitet. Auf sie gingen mindestens 28 Prozent aller Ansteckungen auf der Balearen-Insel zurück, sagte der Corona-Sprecher Mallorcas, Javier Arranz, der „WAZ“. Anderswo in Spanien seien es teilweise schon 50 Prozent.

Obwohl dem Medienbericht zufolge die meisten Corona-Infektionen in Spanien mit einem leichteren Verlauf einhergehen und die Impfungen in dem Land vorangehen – es sind knapp 40 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger geimpft – steigt dort eine Sorge: dass Spanien einmal mehr zu den europäischen Corona-Hotspots zählen wird und der Tourismus in dem Land darunter leiden wird.

jb

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