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Wieso dieses Startup ein Tinder für Vierbeiner macht

·Lesedauer: 2 Min.
Die App Patzo: Mit einem Wisch zum Hundeglück.
Die App Patzo: Mit einem Wisch zum Hundeglück.

Beim Swipen durch eine Dating-App hat schon so manch einer die große Liebe gefunden. Oder zumindest etwas Gesellschaft. Weil sich viele aber nicht nur nach menschlicher sondern auch tierischer Nähe sehnen, haben drei Freunde aus Würzburg die App Patzo entwickelt. Sie folgt dem Prinzip von von Tinder. Der Unterschied: Mensch und Hund finden zusammen. Bei einem Match soll keine Rechnung im Restaurant, sondern bestenfalls die Betreuung eines Vierbeiners geteilt werden.

Hinter der Idee stecken die Gründer Marcel Wittstadt, Alexander Weigand und Felix Kox. Die drei Freunde seien große Hundeliebhaber, erzählt Kox im Interview. „Als Student mit kleinem WG-Zimmer und dünnem Geldbeutel hat man einfach nicht die Möglichkeit, selbst Hundehalter zu sein“, sagt er. Weil es auch im Bekanntenkreis wenig Hunde gegeben und sich der Nebenjob Hundesitter ganz ohne Erfahrung falsch angefühlt habe, ist die Idee zu Patzo entstanden. So sollen Hundebesitzer, die Betreuung für ihren Liebling suchen, und Hundeliebhaber zusammenfinden können. Tierfreunde sollen sich so an einem Hund erfreuen können, ohne dauerhaft Verantwortung tragen zu müssen.

Gegründet wurde das Startup im Herbst 2020, als die drei Gründer noch zur Uni gingen. Um das Projekt Patzo zu starten, haben die drei eine kleine Crowdfunding-Kampagne gestartet und eine erste Seed-Finanzierung eingesammelt. Damit ist es den Gründern gelungen, ihre Plattform zunächst für den Würzburger Raum und nun auch in Berlin zu launchen. Aktuell bereitet das Startup eine weitere Crowdfunding-Kampagne vor, die ein Fundingziel von 82.000 Euro anpeilt. Mit dem Geld soll die App in ganz Deutschland ausgerollt werden.

Die App soll um ein Betreuernetzwerk ergänzt werden

Durch das Tinder-Prinzip von Patzo sollen in erster Linie langfristige Hundepatenschaften entstehen, eben richtige Beziehungen. Wie bei Tinder kann nach einem Match erst einmal ausgelotet werden, ob die Chemie zwischen Mensch und Hund passt. Um künftig auch kurzfristige Betreuungsanfragen vermitteln zu können, plant das Startup ein Helfernetzwerk in der App. In dem Netzwerk sollen Hundebesitzer in Notfällen einen Hundesitter finden können, ohne diesen langwierigen Kennenlernprozess mit den Matches zu durchlaufen. „Alle Mitglieder im Helfernetzwerk werden durch uns über E-Mail, Telefon und Ausweis validiert“, sagt Kox. Für den Zugriff auf dieses geplante Netzwerk will das Startup eine Gebühr von zehn Euro im Monat erheben. Die Swipe-Funktion ist kostenlos. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt soll das Startup laut Unternehmensangaben etwa 2.000 Nutzerinnen und Nutzer haben.

Mit ihrer Idee, Hundesitter online zu vermitteln, sind die Würzburger nicht allein. Die Plattformen leinentausch.de und dogsharing.de vermitteln ebenfalls Hundebetreuung. Die Internetseiten verzichten allerdings auf das Tinder-Prinzip und gleichen eher einem Kleinanzeigenportal. Auch das Nachbarschaftsportal nebenan.de von Christian Vollmann und Ina Remmers ermöglicht die Vermittlung von Gassi-Gängern.

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