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Startup aus Dresden lässt teure Batterien länger leben – EnBW gibt Millionen

Claudius Jehle leitet Volytica als CEO und hat zuvor bei Fraunhofer an Batterien geforscht - Copyright: Volytica
Claudius Jehle leitet Volytica als CEO und hat zuvor bei Fraunhofer an Batterien geforscht - Copyright: Volytica

Es kommt wieder Bewegung in den Batterie-Markt. Erst am vergangenen Mittwoch verkündete Porsche, eine riesige neue Produktionsstätte in Brandenburg errichten zu wollen. Heute macht ein vergleichsweise junges Startup aus Dresden von sich reden: Volytica hat in einer Finanzierungsrunde insgesamt 5,5 Millionen Euro eingesammelt, wie die Wirtschaftswoche zuerst berichtete.

Angeführt wird die Runde von dem Energieversorger EnBW sowie Shift aus den Niederlanden. Weitere Geldgeber sind TN Ventures, der Fraunhofer-Technologie-Transfer-Fonds sowie die Altgesellschafter Atlantics Labs und der Technologiegründerfonds Sachsen.

Die Firma Volytica wurde 2019 gegründet, die Batterie-Technologie des Startups ist aber bereits länger in der Entwicklung und entstand 2012 am Fraunhofer Institut in Dresden. Das Startup entwickelt eine Software, die den Lebenszyklus von Batterien verlängern können soll. Laut Unternehmen im ersten Zyklus um mehr als zehn Prozent. Dafür analysierte Volytica große Mengen an IoT- und Telematik-Daten.

Batterien einen zweiten Lebenszyklus ermöglichen

Neben der Laufzeitverlängerung kümmern sich die Dresdner um die Zweitverwertbarkeit der Batterien. Denn grundsätzlich können Batterien auch nach dem offiziellen Lebensende verwendet werden, teilweise für neue Einsatzzwecke wie für Heimspeicher bei Solaranlagen. Zudem gibt es eine ganze Industrie, die sich um die Wiederverwertung der seltenen Materialien wie Lithium, Nickel oder Kobalt kümmert.

Das Geld, das Volytica nun einsammelte, soll für die Weiterentwicklung der Software sowie die Erschließung neuer Märkte zum Einsatz kommen. Es dürfte zudem helfen, sich von Wettbewerbern abzusetzen, wie etwa Twaice. Die Müncher sind ebenfalls auf die Analyse von Batterien fokussiert und zudem wohlfinanziert. Vor rund einem Jahr sammelten sie 28 Millionen Euro ein.

Beide Unternehmen sind zudem unter anderem an Kunden im Automobilsektor interessiert – was nicht verwundert, da Batterien in E-Autos zu den teuersten Komponenten gehören. Im Gespräch mit Gründerszene berichtete Twaice-Gründer Stephan Rohr, dass die Batterie für einen Stadtbus etwa 100.000 bis 150.000 Euro koste. Es verwundert also nicht, dass es für diese teuren Bauteile einen Bedarf gibt, sie zu optimieren und möglichst lange im Einsatz zu behalten.