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Stars und Nostalgie: Die zwölf besten Super-Bowl-Werbespots

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 4 Min.

Mit fast eben so viel Spannung wie das eigentliche Spiel wurden die Werbeunterbrechungen beim Super Bowl LIV erwartet. Ein dreißigsekündiger Clip kostete in diesem Jahr 5,5 Millionen Dollar. Dafür sollten sich die Agenturen ordentlich ins Zeug legen. Die meisten Spots gehen allerdings auf Nummer Sicher und setzen auf Star-Power. Hier sind die zwölf besten Spots.

Nicht nur das Spiel war beim Super Bowl spannend. (Bild: Doug Murray/Icon Sportswire via Getty Images)
Nicht nur das Spiel war beim Super Bowl spannend. (Bild: Doug Murray/Icon Sportswire via Getty Images)

Bill Murray und das Murmeltier

Der Comedy-Altstar schlüpft für Jeep in eine seiner bekanntesten Rollen und wacht wie in dem Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier" von 1993 immer wieder am gleichen Tag auf. Nur dass es ihm diesmal Freude macht, denn er darf Abenteuer in dem knallorangenen Auto erleben. Das Murmeltier Phil ist natürlich auch mit von der Partie. Und mit Murray an Bord kann man eigentlich eh nicht viel falsch machen.

MC Hammer in Orange

Nochmal um Orange und einen Nostalgie-Klassiker ging es auch beim Cheetos-Clip. Da durfte MC Hammer seine berühmteste Zeile “Can’t touch this” zum Besten geben. Diesmal bezog sie sich allerdings auf den Protagonisten des Werbespots, der sich mit seinen orangenen Cheetos-Fingern aus allen möglichen Situationen herausredet.

Der tanzende Schnurrbart

Richtig witzig war auch das Western-Tanzduell im Clip der Chipsmarke Doritos. Zum Überraschungshit “Old Town Road” duellierten sich der Sänger Lil Nas X und der Charakterdarsteller Sam Elliott im klassischen Western-Setting. Klarer Sieger: Der imposante Tanzmove von Elliotts Schnauzer.

Jonah Hill lässt Scorsese warten

Wie viele Spots beim Superbowl LIV setzte auch Coca-Cola eher auf Starpower, als auf ausgefallene Ideen. Für den neuen Energy-Drink durften also Regie-Legende Martin Scorsese und Schauspieler Jonah Hill werben. Ganz nett, aber nicht spektakulär.

Stars, Stars, Stars

Ebenfalls auf die volle Star-Power setzte die Biermarke Michelob. Im Spot quält Wrestling-Star John Cena den Talkshow-Host Jimmy Fallon durch ein rigides Fitnessprogramm. Nebenbei tauchen dazu noch Gaststars wie Usain Bolt und die Hiphop-Band The Roots auf.

Arya als Prinzessin

Im Audi-Spot singt die aus “Game of Thrones” bekannte Schauspielerin Maisie Williams den Disney-Superhit “Let it Go”, um mit dem Verkehrsstress klar zu kommen. In der Rolle wirkt die einstige “Game of Thrones”-Auftragsmörderin zwar ein wenig seltsam, der Clip macht aber irgendwie trotzdem gute Laune.

Historisches

Ellen DeGeneres und ihre Frau Portia de Rossi malen sich im Spot für Amazon aus, wie die Welt wohl in Zeiten vor Alexa ausgesehen haben mag. Ziemlich originell und sicherlich einer der witzigsten Spots dieses Superbowl-Jahres.

Besuch aus dem All

Um Stars der etwas anderen Art geht es in dem Spot der Handelskette Walmart. Vom ”Men in Black”-Mops bis zum Martian: Fast jedes bekannte Wesen aus dem Universum darf sich da seine Shoppingbestellung von freundlichen Supermarkthelferinnen liefern lassen. Nur E.T. und Alf gehen anscheinend lieber selbst einkaufen.

Horror-Drink

Unheimlich geht es auch bei Mountain Dew zu. Der Drink wird von Bryan Cranston beworben, der für den Spot in Jack Nicholsons Paraderolle aus dem Horrorklassiker “The Shining” schlüpft.

Meta-Schokoriegel

Auf eine werbehistorische Meta-Ebene begab sich Snickers mit seinem Spot, der eine augenzwinkernde Hommage an einen klassischen Coca-Cola-Spot aus den Siebziger Jahren war.

Pepsi vs Coca-Cola

In den USA nach wie vor beliebt: Werbung, die sich über die Konkurrenz lustig macht. So dürfen Missy Elliott und H.E.R. im Spot von Pepsi eine rote Dose Cola schwarz übermalen.

Wortspiele und Stars

Facebook zeigte in seinem Clip mit verschiedenen Varianten des Wortes “Rock”, welche Special-Interest-Gruppen sich dort zusammen tun können. Ganz ohne Stars kam der Spot aber auch nicht aus, denn am Ende tauchen Comedian Chris Rock und Sylvester Stallone aka Rocky auf den berühmten Stufen in Philadelphia auf.

Außer Konkurrenz: Wahlwerbung

Superbowl-Spots vorab angekündigt hatten auch US-Präsident Donald Trump und sein möglicher Konkurrent im Wahlkampf, Michael Bloomberg. Trump setzte voll auf Patriotismus und beschwor die Erfolge seiner bisherigen Amtszeit herauf. “Das beste kommt noch”, verspricht er am Ende.

Bloomberg setzte auf eine tränenreiche Geschichte von einer Mutter, die ihren Sohn durch eine Schießerei verloren hat. Der Kandidat selbst taucht nur kurz auf, die Konkurrenz erwähnt er gar nicht. Die richtigen emotionalen Knöpfe fand der Spot trotzdem.

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