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StanChart plant ab ‘21 dauerhaften Wechsel zu flexiblem Arbeiten

Harry Wilson
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Standard Chartered Plc plant, mehr als 90% seiner 85.000 Mitarbeiter über einen Zeitraum von drei Jahren flexible Arbeitsoptionen anzubieten. Dieses Vorhaben zeigt, wie das Pandemie-Krisenmanagement zu einer langfristigen Änderung der Bedeutung des Büros führt.

Die Bank erklärte, dass etwa die Hälfte ihrer Mitarbeiter ab Anfang nächsten Jahres eine gewisse Mischform der Arbeitsorte beantragen könne. Standard Chartered erwartet, dass das Programm bis 2023 für etwa 75.000 Arbeitnehmer in 55 Märkten gelten wird.

Das in London ansässige Unternehmen führt auch Gespräche mit einer Drittfirma, um “Near-Home”-Arbeitsplätze für die Mitarbeiter bereitzustellen, wie aus einem Memo hervorgeht, in das Bloomberg News Einblick hatte. Der Name der Firma wurde nicht genannt.

Zuvor hatte die Bank eine Umfrage unter Mitarbeitern in den britischen und asiatischen Zentren durchgeführt. Dabei wurde gefragt, ob die Mitarbeiter es vorziehen, wie gewohnt vom Büro aus zu arbeiten, auf “Work-from-home”- oder “Near-home”-Optionen umzusteigen oder ihre Arbeitszeit auf verschiedene Standorte aufzuteilen.

Bereits vor Covid-19 standen die Kreditinstitute unter Kostensenkungsdruck und Standard Chartered hat angekündigt, die Büromieten sorgfältig zu prüfen. Während einige Bankchefs wie Jamie Dimon ihre Mitarbeiter wieder zurück ins Büro holen wollen, neigen andere eher zu dem Ansatz von Standard Chartered. Finanzvorstand Andy Halford sagte kürzlich, dass “das Wort ‘Büro’ ein bisschen der Vergangenheit angehören wird.”

“Wir haben zwar schon seit einiger Zeit über die Themen rund um den Arbeitsplatz der Zukunft nachgedacht, aber die jüngsten Ereignisse haben sich zwangsläufig als Katalysator erwiesen”, sagte Tanuj Kapilashrami, Personalchefin der Bank, in dem Memo.

Angebote angenommen

Laut Standard Chartered haben etwa 60% der in dieser ersten Phase befragten Mitarbeiter das Angebot für eine Mischform von Arbeit angenommen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass etwa zwei Drittel der Mitarbeiter in Singapur diese Option wählten, verglichen mit 76% in Großbritannien und 79% in den USA.

“Es wird erwartet, dass die meisten Mitarbeiter sich für ein hybrides Muster entscheiden, d.h. einige Tage im Büro und einige Tage von zu Hause aus zu arbeiten”, sagte die Bank.

Im September hatte der Deutsche Bank-Vorstandsvorsitzende Christian Sewing gesagt, das deutsche Geldinstitut prüfe, wie Mitarbeiter ihre Zeit zwischen Büro und Zuhause aufteilen könnten. Andere Banken wie Mizuho Financial Group Inc. und Fifth Third Bancorp erwägen ähnliche Schritte und sehen dies als Möglichkeit, teure Standorte im Stadtzentrum einzusparen.

Überschrift des Artikels im Original:StanChart Unveils Permanent Move to Flexible Working From 2021

(Wiederholung vom Vortag)

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