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Stada übernimmt Hautpflegemarken von GlaxoSmithKline

Durch den Zukauf will der Pharmakonzern seine Marktposition in Europa, Lateinamerika und Asien ausbauen. Das Portfolio soll einen zweistelligen Millionen-Pfund-Betrag gekostet haben.


Der Arzneihersteller Stada kauft vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) fünf Hautpflegeprodukte und ein Hustenmittel für Kinder. Die Produktion werde großteils an die Tochter Thornton & Ross übertragen, teilte Stada am Freitag in Bad Vilbel nahe Frankfurt mit.

Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet jedoch unter Berufung auf eine mit den Details vertraute Person, dass die Firma für das Portfolio mit Cremes und Shampoos eine Summe im hohen zweistelligen Millionen-Pfund-Bereich zahlt.

Damit baue das Unternehmen sein Geschäft mit rezeptfreien Mitteln in Europa und ausgewählten Märkten in Asien und Lateinamerika aus. Die Übernahme solle im August abgeschlossen sein.

Der Arzneikonzern, der 2017 von den Finanzinvestoren Bain und Cinven übernommen wurde, setzt damit seine Strategie der Zukäufe von Medikamenten fort. Der Grippostad-Hersteller hatte vergangenes Jahr schon Verkaufsrechte für die Anti-Schuppen-Marke Nizoral erworben und die Markenrechte für die Sonnenmilch Ladival zurückgeholt.

Der Konzern sei bereit für Übernahmen von Medikamenten und auch ganzer Firmen, hatte Stada-Chef Peter Goldschmidt im März betont. Stada mit einem Umsatz von gut 2,3 Milliarden Euro 2018 wolle dieses Jahr mit rezeptfreien Mitteln und Nachahmermedikamenten stärker wachsen als der Markt, der jährlich um etwa 3,5 Prozent zulege.

Mehr: Der Pharmakonzern Stada will mit Investoren im Rücken expandieren. An Geld für Übernahmen soll es nicht mangeln und die Belegschaft soll wachsen.