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Staatsanwalt ermittelt gegen MZ-Chef wegen Insolvenzverschleppung

Chemnitz (dapd-lsc). Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelt gegen den Chef der Motorenwerke Zschopau (MZ), Martin Wimmer, wegen Insolvenzverschleppung. Das bestätigte die Behörde am Dienstag auf dapd-Anfrage ohne Details zu nennen. Das Insolvenzverfahren bei dem traditionsreichen Motorradhersteller aus dem Erzgebirge war im September 2012 eingeleitet worden. Die Schuldenlast betrug mehr als sechs Millionen Euro.

Die Rettung der Firma wird nach Angaben von Insolvenzverwalter Christoph Junker durch die strafrechtlichen Ermittlungen nicht beeinflusst. Das in einem solchen Insolvenzverfahren wegen des Vorwurfs der Verschleppung ermittelt werde, sei "die absolute Normalität", sagte Junker der Nachrichtenagentur dapd. Am Donnerstag soll es eine Gläubigerversammlung mit Wimmer geben.

2009 hatten die ehemaligen Motorradfahrer Martin Wimmer und Ralf Waldmann MZ vom Konzern Hong Leong gekauft, der das Werk 2008 geschlossen hatte. Zu DDR-Zeiten war das Motorradwerk Zschopau einer der weltweit größten Motorradhersteller. Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens bauen rund 20 von ursprünglich 56 Mitarbeitern am Standort Hohndorf eine kleine Serie von Elektro-Dreirädern für die Schweizer Post.

dapd