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Sri Lanka: Ausreiseverbot für Angehörige von Ex-Präsident verlängert

COLOMBO (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der schweren Wirtschaftskrise in Sri Lanka hat der Oberste Gerichtshof des Landes ein Ausreiseverbot für zwei Brüder des ins Ausland geflohenen Ex-Präsidenten Gotabaya Rajapaksa erneut verlängert. Wie der sri-lankische Fernsehsender News First am Mittwoch berichtete, dürfen der frühere Premierminister Mahinda Rajapaksa sowie Ex-Finanzminister Basil Rajapaksa nun bis zum 11. August das Land nicht verlassen.

Dem geflohenen Ex-Staatschef Rajapaksa und seiner Familie wird vorgeworfen, den einst aufstrebenden Inselstaat durch Vetternwirtschaft, Korruption und Missmanagement runtergewirtschaftet zu haben. Bürgerrechtsaktivisten wollen vor Gericht bewirken, dass die neue Regierung deswegen ein Ermittlungsverfahren einleitet. Noch ist nicht entschieden, ob das Gericht den Fall annimmt.

Der neue Präsident Wickremesinghe gilt als enger Verbündeter Rajapaksas. Die Massenproteste, die im Juli zum Sturz Rajapaksas geführt hatten, richteten sich auch gegen ihn.

Wickremesinghe, der schon sechs Mal Premier war, regiert in seinen ersten Wochen mit harter Hand. "Ich lasse Gewalt und Terrorismus nicht zu", sagte Wickremesinghe, äußerte aber Verständnis für friedliche Proteste. Er rief erneut zur Bildung einer All-Parteien-Regierung auf. Nur so könnten die Probleme gelöst werden, sagte er.

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