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Spritpreise schwanken stark

·Lesedauer: 2 Min.
Zapfpistolen für verschiedene Kraftstoffarten an einer Zapfsäule an einer Tankstelle.
Zapfpistolen für verschiedene Kraftstoffarten an einer Zapfsäule an einer Tankstelle.

 Die täglichen Preisschwankungen an Tankstellen sind kein neues Phänomen. Das Auf und Ab hat sich nach Beobachtungen des Kartellamts allerdings noch beschleunigt - es gibt täglich mehr Preisspitzen. 

Bonn (dpa) - Die Preissprünge an den Zapfsäulen sind noch größer geworden. An ein und derselben Tankstelle habe es im vergangenen Jahr im Schnitt Preisunterschiede von rund 12 Cent pro Liter am Tag gegeben, berichtete das Bundeskartellamt am Donnerstag. 

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Vergleiche man die Tankstellen in einer Stadt, finde man sogar Differenzen von durchschnittlich bis zu 22 Cent pro Liter. Damit waren die Schwankungen um jeweils rund zwei Cent größer als im Jahr zuvor. 

Morgens teurer als abends

Die Kraftstoffpreise seien meist morgens (5.00 bis 8.00 Uhr) am höchsten und abends (18.00 bis 22.00 Uhr) am niedrigsten. Und noch etwas haben die Wettbewerbshüter festgestellt: «Man kann davon ausgehen, dass die richtige Tankstelle zur richtigen Zeit auch in Zukunft eine gute Wahl bleibt», sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Günstige Tankstellen blieben zumeist relativ günstig, teure blieben teuer. Günstige Tankmöglichkeiten ließen sich über entsprechende Handy-Apps einfach finden. Das Kartellamt hat die Preisentwicklung von etwa 14 800 Tankstellen ausgewertet.

Das Auf und Ab der Spritpreise hat sich nach Beobachtungen des Kartellamts noch beschleunigt. Während es bis vor kurzem meist fünf tägliche Preisspitzen gegeben habe, hätten mehrere großen Marken im März und April nachmittags eine sechste Preisanhebung vorgenommen. Die Preiserhöhungen und Senkungen erfolgten dadurch schneller aufeinander. Die Preisunterschiede zwischen Stadt und Land seien im Durchschnitt eher gering. Das gelte auch bei einem Vergleich der einzelnen Regionen in Deutschland.

Kaufanreize für E10

Beim Superbenzin greifen die Autofahrer weiter überwiegend zur Sorte E5, obwohl diese inzwischen rund 6 Cent pro Liter teurer ist als E10. Der gewachsene Preisabstand zwischen E5 und E10 «scheint die Kaufbereitschaft für E10 allenfalls geringfügig erhöht zu haben», heißt es im Bericht. Die Bezeichnungen E5 und E10 geben den maximalen Anteil von Ethanol am Kraftstoff an. Bei E5 sind es fünf Prozent, bei E10 ist er doppelt so hoch. 

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Während E5 und E10 Anfang 2020 annähernd gleich viel gekostet hätten, habe sich der Preisabstand im Laufe des Jahres schrittweise auf etwa 5 Cent erhöht. Nach Angaben des ADAC ist E10 auch aktuell 6 Cent günstiger als E5. Das Kartellamt vermutet, dass die Mineralölgesellschaften damit stärkere Anreize zum Kauf von E10 setzen möchten, um die Vorgaben der Minderung von Treibhausgasen zu erfüllen. Der Anteil von E10 am gesamten Absatz von Ottokraftstoffen stieg aber nur geringfügig an - von gut 12 Prozent im Januar auf 16 Prozent im Dezember 2020.

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