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"Ich bin sprachlos": Deutsche Regisseurin Maria Schrader gewinnt Emmy

teleschau
·Lesedauer: 2 Min.

Überraschung bei den Emmys: Zu den Siegern beim begehrten US-Fernsehpreis gehört auch die deutsche Regisseurin Maria Schrader. Sie wurde für die Netflix-Miniserie "Unorthodox" ausgezeichnet. Große Abräumer des Abends waren zudem "Succession", "Schitt's Creek" und "Watchmen".

Eine deutsche Siegerin bei den Emmys: Bei der Verleihung des US-Fernsehpreises in der Nacht auf Montag konnte die aus Hannover stammende Regisseurin Maria Schrader eine der begehrten Auszeichnungen abräumen. Prämiert wurde ihre Regiearbeit in der Netflix-Miniserie "Unorthodox". In einer Live-Schalte nach Los Angeles sagte die Filmemacherin, sie sei "sprachlos", und der Preis komme "so unerwartet".

Die Serie erzählt von einer Jugendlichen, die eine ultraorthodoxe jüdische Gemeinde in New York zurücklässt, um ein neues Leben in Berlin zu starten. Inspiriert wurde die Serie von der wahren Geschichte von Deborah Feldman, die sie 2012 in ihrer Autobiografie "Unorthodox" schilderte. Das Buch avancierte zum internationalen Bestseller.

Neben der deutschen Überraschungsgewinnerin drückten dem Abend vor allem drei Serien ihren Stempel auf: "Schitt's Creek", "Watchmen" und "Succession". Sämtliche Preise in der Sparte Comedy gingen an die Familienserie "Schitt's Creek" - insgesamt neun Stück. Noch zwei Auszeichnungen mehr heimste die Comicadaption "Watchmen" ein. Die HBO-Serie wurde nicht nur als beste Miniserie prämiert, auch Hauptdarstellerin Regina King nahm einen Emmy mit nach Hause. Der Emmy für die beste Dramaserie sowie sechs weitere Preise gingen an das Familienepos "Succession", das vom Kampf um ein Medienimperium erzählt.

Politische geprägte Verleihung

Abgesehen von der Freude über die Auszeichnungen war die Emmy-Verleihung von den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen im November geprägt. "Bei unserer Show geht es im Kern um die transformierenden Effekte von Liebe und Akzeptanz, und das ist etwas, was wir gerade mehr denn je brauchen", forderte "Schitt's Creek"-Darsteller Daniel Levy und rief zur Teilnahme an der Wahl auf.

Einen Seitenhieb auf Donald Trump konnte sich derweil "Succession"-Produzent Jesse Armstrong nicht verkneifen. Er richtete einen "Nichtdank" an den US-Präsidenten und an den britischen Premier Boris Johnson und verwies auf deren "lausige und unkoordinierte Antwort" auf das Coronavirus.