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„Die Spotify-Aktie sollte nicht für Netflix-Probleme bestraft werden!“

Die Spotify-Aktie (WKN: A2JEGN) und die Netflix-Aktie (WKN: 552484): Na klar, beide Aktien sind im Bereich des Streamings aktiv. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass es Unterschiede gibt. Zwar geht es primär um Inhalte und eine gewisse Reichweite, wir können daher gewisse Kennzahlen bei beiden Wachstumsgeschichten anwenden.

Trotzdem trennen Spotify und Netflix im Zweifel Welten. Ein Analyst sagt jetzt: Der Musik-Streamer sollte nicht für die Schwächen des Video-on-Demand-Platzhirschen bestraft werden. Schauen wir uns diese Argumentation etwas näher an, die definitiv eine große Relevanz besitzt.

Spotify-Aktie: Nicht für Netflix bestrafen!

Ein Analyst aus dem Hause Raymond James hat nun jedenfalls dieses Feld ein weiteres Mal aufgemacht. Netflix und Spotify sind in Teilen doch sehr, sehr unterschiedlich. So verweist der Analyst insbesondere darauf, dass es im Video-Bereich primär um das Besitzen und Vermarkten eigener Inhalte geht. Aber im Musikbereich halten Labels weiterhin die Rechte an den Songs. Die Plattformen sind eher ein Vehikel, um die Vertreibung über das Streaming voranzubringen.

Genau dieser Unterschied führe zu verschiedenen Wettbewerbsbedingungen. So sei die Preissensibilität im Musikbereich nicht so hoch. Konkurrenz ist zwar vorhanden. Anstelle des Preises sei im Musikbereich die Produktdifferenzierung und der Netzwerkeffekt relevanter.

Oder, wenn wir es noch einmal zusammenfassen wollen: Netflix ist auf die Produktion eigener Inhalte angewiesen. Das Marktumfeld ist von Konkurrenz, primär von eigenen Inhalten geprägt. Spotify hingegen muss nichts selbst produzieren, sondern baut darauf, ein gewisses Angebot über die eigene Plattform vermarkten zu können. Zwar gibt es auch hier Konkurrenz, aber es geht eher um maximale Reichweite, eine Prise Exklusivität und etwas Einzigartiges.

Stimmt, aber …

Hier ist für mich eine Menge dran: Die Spotify-Aktie und die Netflix-Aktie sind verschieden. Primär ist die Beziehung zu den Inhalten und den Songs oder Videoinhalten ein Unterscheidungsmerkmal, das man nicht aus den Augen lassen sollte. Die Notwendigkeit, wie stark ein Unternehmen in Content investiert, ist ein definitiv entscheidendes Merkmal.

Für mich gibt es jedoch ein großes Aber: Wir können Spotify sehr wohl für das langsamere Streaming-Wachstum in Sippenhaft nehmen. Der Musik-Streaming-Dienst hat mit einem Nettozuwachs bei den Abonnenten von 4 % ebenfalls gepatzt. Zudem ist der Umsatz um 1 % rückläufig gewesen. Das ist eine Baustelle, die auch die Netflix-Aktie zumindest vorweisen konnte.

Ob eine oder beide Streaming-Aktien ein Kauf sind? Eine andere Frage. Die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zu kennen ist für mich jedoch ein relevantes Topic, da stimme ich zu.

Der Artikel „Die Spotify-Aktie sollte nicht für Netflix-Probleme bestraft werden!“ ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Netflix. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Spotify.

Motley Fool Deutschland 2022

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