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Sportgericht des DFB stellt Verfahren gegen David Wagner ein

Ben Barthmann
Sports Editor

Schalke-Trainer David Wagner wird nach seiner Roten Karte gegen Hertha BSC nicht weiter vom DFB-Sportgericht belangt. Die Entscheidung des Schiedsrichterteams aus dem Achtelfinale des DFB-Pokals wurde widerlegt.

Jordan Torunarigha und David Wagner kollidierten im Achtelfinale des DFB-Pokals - ohne böse Absicht. (Bild: Getty Images)

David Wagner sei “kein unsportliches Verhalten vorzuwerfen”, teilte das DFB-Sportgericht am Freitagmittag mit: “Sein Verhalten, in der vom Kontrollausschuss detailgenau ermittelten Situation, war von Hilfestellung und beruhigender Fürsorge gegenüber dem unmittelbar zuvor gefoulten und erregten Spieler Jordan Torunarigha geprägt.”

Entsprechend wurde die eigentlich bestehende Sperre für die nächste Partie des FC Schalke 04 aufgehoben. Wagner könne keine, wie ursprünglich vom Schiedsrichterteam festgestellt, Tätlichkeit zugeschrieben werden.

Entscheidend war demnach auch das Statement des betroffenen Hertha-Spielers Torunarigha.

Torunarigha stellt Strafanzeige nach Rassismus

“Für uns ist dieser Freispruch folgerichtig, denn wir haben immer das betont, was auch die TV-Bilder gezeigt haben: dass unser Trainer David Wagner in besagter Szene keinerlei unsportliches Verhalten in irgendeiner Form an den Tag gelegt hat, sondern dass sein Verhalten von Fair Play gegenüber Jordan Torunarigha getragen war“, gab Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider an.

In der 100. Minute hatte Wagner den stürzenden Torunarigha gestützt. Dieser fasste die Situation anders auf und warf eine Wasserkiste. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte dem Spieler Gelb-Rot und Wagner Rot: “Für mich war bei der Roten Karte für David Wagner maßgeblich, dass er durch sein Verhalten die Spielfortsetzung verzögert hat.”

Die Ermittlungen des DFB aufgrund rassistischer Beleidigungen gegenüber Torunarigha laufen derweil weiter. Der Herthaner hat inzwischen Strafanzeige gestellt.