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„Spiel mit dem Feuer“: Deutscher Handelsverband kritisiert Trumps Zoll-Pläne

Reuters
Ein alter Weggefährte von Donald Trump könnte den US-Präsidenten schon bald in Bedrängnis bringen


Der Präsident des Handelsverbandes BGA, Holger Bingmann, hat die von US-Präsident

Donald Trump

angedrohten Steuern zulasten der Handelspartner als "Spiel mit dem Feuer" kritisiert. Bingmann sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters, offensichtlich wolle sich Trump damit weiter aus der gemeinsamen Ordnung der Welthandelsorganisation WTO verabschieden. Das könnte aber auch einer willkürlichen Behandlung von US-Produkten und -Dienstleistungen in anderen Ländern Tür und Tor öffnen, was nicht im Interesse der US-Wirtschaft sein könnte.

Trump droht mit neuen Zöllen

„Sollten deutsche Produkte von solch einer Steuer oder einem Ausgleichszoll betroffen sein, dann — und davon muss ausgegangen werden — wird die EU reagieren und ihrerseits über Handelsbeschränkungen nachdenken“, sagte Bingmann. Das würde am Ende nur zu einer „unsinnigen Spirale der wechselseitigen Benachteiligungen“ führen. Wenn es Trump um echte und dem Grundsatz der Gegenseitigkeit entsprechende Handelsbeziehungen gehe, wäre ein Freihandelsabkommen wie TTIP das besseres Mittel, sagte Bingmann.

Trump hatte angeregt, „wechselseitige Steuern“ auf Güter aus jenen Ländern zu verhängen, die ihrerseits Zölle auf amerikanische Waren erheben. Details sind weitgehend unklar. Allgemein wird befürchtet, dass deutschen und anderen ausländischen Unternehmen eine Verteuerung ihrer Waren in den USA droht.

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