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"Spiegel": Bahn-Konzerne fordern EU-Hilfen für europäisches Nachtzugsystem

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Nachtzugabteil im Zug Paris-Nizza im Mai 2021 (AFP/Anne-Christine POUJOULAT)

Mehrere staatliche Bahn-Konzerne in der EU, unter ihnen die Deutsche Bahn (DB), haben Unterstützung beim Aufbau eines Nachtzugnetzes in Europa gefordert. Nachtzüge hätten "ihre Grenzen als kommerziell lebensfähiges Modell erreicht", zitierte der "Spiegel" am Freitag aus einem Schreiben der Unternehmen an die EU-Kommission. Deshalb sei "politische Unterstützung notwendig, um Nachtzüge auf ein neues Niveau zu heben".

Die Konzerne fordern etwa eine Absenkung der Benutzungsgebühren auf Bahntrassen sowie der Mehrwertsteuer auf Tickets, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf das Schreiben vom Dezember. Der Nachteil des Schienenverkehrs gegenüber anderen Verkehrsträgern müsse ausgeglichen werden.

Bis Dezember 2023 wollen die Unternehmen demnach das Nachtzugnetz weiter ausbauen, etwa durch Verbindungen zwischen Berlin, Brüssel und Paris. Die DB betreibt keine eigenen Schlafwagen, sondern kooperiert dabei mit der österreichischen ÖBB, deren Nachtzugservice staatlich subventioniert wird. Ein eigener Betrieb sei nicht in der Planung, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn dem "Spiegel".

Die DB hat sich mit der ÖBB, der Schweizer SBB und der französischen SNCF zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen, sie kooperieren mit den Niederländischen Eisenbahnen (NS). Die Nachtstrecken sollen dem Flugzeug Konkurrenz machen. In einem Aktionsplan hatte die EU-Kommission den Bahnen bereits Unterstützung für ihre Pläne signalisiert.

ilo/jm

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