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Spezialschiff 'Energos Power' vervollständigt LNG-Terminal auf Rügen

MUKRAN (dpa-AFX) -Das Schiff "Energos Power" ist am Industriehafen von Mukran auf der Ostsee-Insel Rügen eingetroffen und hat damit das LNG-Terminal vervollständigt. Das Terminal soll jährlich bis zu 13,5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas zurück in den gasförmigen Zustand umwandeln können. Wird das in das Gasnetz an Land eingespeist, können damit den Angaben nach bis zu 15 Prozent des gesamtdeutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden, wie die Firma Deutsche Regas mitteilte.

Das erste Spezialschiff "Neptune" war vergangene Woche angekommen. Die beiden Schiffe sollen in den nächsten Tagen miteinander verbunden und an das Gasnetz angeschlossen werden. Zunächst seien die Schiffe aber noch in der Inbetriebnahme, vor dem Regelbetrieb stünden weitere Tests an.

Bei den Schiffen handelt es sich um sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU), also Schiffe, die das stark gekühlte LNG nicht nur laden, sondern auch erwärmen und dadurch zurück in einen gasförmigen Zustand versetzen und als Erdgas einspeisen können. Das Rügener Terminal ist über eine eigens gebaute Pipeline mit dem Gasleitungsknotenpunkt in Lubmin verbunden.

Das Energie-Terminal "Deutsche Ostsee" ist umstritten. Vor der Ankunft des Schiffs "Energos Power" am Sonntagabend hatten am Samstag laut Polizei rund 150 Klima-Aktivisten der Gruppe Letzte Generation gegen das Rügener Terminal protestiert. "Auf Rügen wird ein LNG-Terminal gebaut, obwohl die Bevölkerung sich dagegen ausgesprochen hat und massive Umweltzerstörung damit einhergeht", hieß es von der Letzten Generation in ihrem Aufruf, der beim Kurznachrichtendienst X verbreitet wurde. Die Demonstration habe Angaben der Letzten Generation zufolge im Rahmen eines einwöchigen Vernetzungscamps stattgefunden. Für die nächsten Tage stünden Vorträge, Workshops und Vernetzungsgespräche auf dem Programm.

Die Bundesregierung verteidigt das Rügener Terminal unter Verweis auf die Versorgungssicherheit. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte der Bund den Ausbau einer eigenen Importinfrastruktur für LNG forciert, um unabhängiger von russischem Gas zu werden.