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Sperrstunden, Warnampeln, Versammlungsverbot: So reagiert Europa auf steigende Corona-Fallzahlen

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Angesichts steigender Fallzahlen verschärfen viele europäische Länder ihre Corona-Regeln – von Großbritannien über Italien bis Griechenland. Ein Überblick.

Angesichts steigender Fallzahlen verschärfen viele europäische Länder ihre Corona-Regeln – von Großbritannien über Italien bis Griechenland. Die Maßnahmen reichen dabei von Ampelsystemen über Sperrstunden bis zu Kontaktverboten.

Der britische Premier Boris Johnson kündigte am Montag ein dreistufiges Warnsystem an. Ab sofort wird England in Gebiete mit mittlerem, hohem und sehr hohem Risiko eingeteilt. In den Risikogebieten gelten zusätzliche Vorschriften.

So darf man keine Angehörigen aus anderen Haushalten mehr zu Hause oder in anderen Innenräumen treffen. Auch müssen Bars, Pubs und Fitnessstudios wieder schließen. Dies betrifft vor allem Städte in Nordengland.

Im Rest des Landes gilt vorerst nur eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Doch derzeit steigen die Infektionsraten im ganzen Land, weshalb weitere Verschärfungen erwartet werden.

Pro Tag sterben in England schon wieder mehr als 60 Menschen an Covid, insgesamt sind es bisher mehr als 42.000. Die Krankenhäuser sind so stark belegt wie zuletzt im März. Die Regierung hat daher die provisorischen Lazarette vorsichtshalber reaktiviert.

Auch in anderen europäischen Ländern richten sich die Verschärfungen vor allem gegen die Gastronomie. Italien will eine Sperrstunde um Mitternacht und ein nächtliches Versammlungsverbot für draußen einführen. In Tschechien wird über Einschränkungen des Alkoholausschanks diskutiert.

Griechenland steht im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch relativ gut da. Doch auch hier steigen die Infektionszahlen. Seit Montag können Urlauber auf einer ständig aktualisierten Karte der griechischen Zivilschutzbehörde sehen, wo die wenigsten und wo die meisten Fälle gemeldet werden und welche Beschränkungen gelten.

„Erhöhte Wachsamkeit“ auf griechischen Ferieninseln

Die Karte zeigt die 74 Regionen des Landes in vier unterschiedlichen Farben, von Grün über Gelb und Orange bis Rot. Die Farben stehen für die unterschiedlichen Sicherheitsstufen, die sich aus der Zahl der gemeldeten Fälle und der Neuninfektionen ergibt. Die Gefahrenstufe Rot würde einen weitgehenden Lockdown der betreffenden Region auslösen, wurde bislang aber in keiner griechischen Region ausgerufen.

Einige beliebte Ferieninseln gehören zu den orangefarbenen Gebieten mit „erhöhter Wachsamkeit“. Das gilt für die Tourismus-Hotspots Mykonos und Santorin, die vor allem von Briten und Skandinaviern besuchte „Partyinsel“ Zakynthos, die Gegend um Heraklion auf Kreta sowie die ostägäischen Inseln Lesbos und Samos. Auch Athen und die Hauptstadtregion Attika gehören zur Gefahrenstufe drei.

Stufe zwei („Wachsamkeit“) gilt für Inseln wie Kos, Rhodos, Paros, Naxos und Korfu. Zur niedrigsten Gefahrenstufe gehören grün gekennzeichnete Inseln wie Andros, Tinos, Milos, Kefalonia und Ithaki, die Sporadeninseln, die Regionen im Westen und Osten Kretas sowie die Westküste der Halbinsel Peloponnes.