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SPD-Politiker Wiese sieht weitere Radikalisierung der "Querdenken"-Szene

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Trotz Demonstrationsverbot fanden sich in Berlin am 1. August tausende Protestierende zusammen, von denen viele der Querdenker-Szene zugerechnet werden. (Symbolbild: Getty Images)
Trotz Demonstrationsverbot fanden sich in Berlin am 1. August tausende Protestierende zusammen, von denen viele der Querdenker-Szene zugerechnet werden. (Symbolbild: Getty Images)

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese beobachtet unter den Anhängern der sogenannten Querdenken-Bewegung eine weitere Radikalisierung. Zwar schrumpfe die Bewegung insgesamt, sagte der Innenexperte der "Rheinischen Post "(Dienstagsausgabe). "Aber der Rest radikalisiert sich offenbar immer mehr. Die Nähe zu Reichsbürgern und rechten Kreisen ist auch diesmal wieder unverkennbar gewesen", sagte er mit Blick auf Aktionen der Bewegung am Wochenende in Berlin.

Trotz gerichtlichen Verbots: Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin

Am Sonntag hatten mehrere tausend Menschen in Berlin trotz gerichtlichen Verbots gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen demonstriert. Dabei gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte und den Funktionär einer Journalistengewerkschaft. Laut Polizei wurden mehrere hundert Menschen festgenommen.

"Die Vorgänge sind auf das Schärfste zu verurteilen", sagte Wiese zu den Ausschreitungen in Berlin. "Da haben sich einige von den Prinzipien unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung endgültig losgesagt und das Denken eingestellt."

Polizei-Gewerkschaft: Demonstrations-Verbot war richtig

Die Beobachtung der sogenannten Querdenken-Bewegung durch den Verfassungsschutz müsse "womöglich intensiviert werden", sagte der SPD-Politiker weiter. "Wenn konkrete Ergebnisse der Beobachtung vorliegen, muss dann auch ein Verbot geprüft werden."

VIDEO: Trotz Verbot: Corona-Proteste in Berlin

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