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SPD in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt Landtagswahl laut Hochrechnungen klar

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In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Landtagswahl laut Hochrechnungen einen deutlichen Sieg eingefahren.

Den Erhebungen für ARD und ZDF vom Sonntagabend zufolge kam die Partei auf 38,2 Prozent bis 38,3 Prozent und baute ihre Position als stärkste Kraft im Landtag damit noch einmal deutlich aus. Schwesig ließ sich in ersten Reaktionen zunächst die Koalitionsoptionen offen.

Die AfD wurde den Hochrechnungen zufolge mit 17,8 Prozent bis 18 Prozent erneut zweitstärkste Kraft, musste im Vergleich zur Wahl 2016 allerdings Verluste hinnehmen. Die CDU mit Spitzenkandidat Michael Sack rutschte auf 14,3 Prozent bis 14,2 Prozent ab und fuhr damit ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in dem Bundesland seit 1990 ein. Die Linke kam auf 9,7 Prozent bis 9,9 Prozent und verlor gegenüber 2016 leicht.

Manuela Schwesig (SPD) hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gewonnen. (Bild Reuters)
Manuela Schwesig (SPD) hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gewonnen. (Bild Reuters)

Die Grünen lagen in den Hochrechnungen bei 5,9 Prozent bis 6,7 Prozent, die FDP kam auf sechs Prozent. Beiden würde damit der Wiedereinzug in den Schweriner Landtag gelingen - 2016 waren sie an der Fünfprozenthürde gescheitert. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 73 Prozent. Vor fünf Jahren waren es 61,6 Prozent.

 Die SPD mit Ministerpräsidentin Schwesig, die beim Urnengang vor fünf Jahren noch 30,6 Prozent erzielt hatte, verbesserte sich den Hochrechnungen zufolge um fast acht Prozentpunkte. Zugleich verloren die zweit- und drittplatzierten Parteien AfD und CDU weiter, die 2016 auf 20,8 Prozent beziehungsweise 19 Prozent gekommen waren. Den Abstand zur AfD auf Rang zwei baute die SPD dadurch von rund zehn auf nunmehr in etwa 20 Prozentpunkte aus.

Schwesigs Ziel ist eine "stabile Regierung"

Schwesig sprach von einem "klaren Votum" für ihre Partei. Die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern hätten "ganz klar die SPD und mich mit der Regierungsbildung beauftragt". Ihr Ziel sei eine "stabile Regierung", sagte sie am Sonntag. Die Gremien ihrer Partei würden am Montagabend beraten, mit wem sondiert werde.

Den Hochrechnungen zufolge hätten die SPD im Landtag 29 Mandate, die AfD 14. Die CDU würde elf Abgeordnete stellen, die Linke sieben oder acht. Die Grünen hätten vier oder fünf Sitze und die FDP käme auf fünf. In Schwerin regiert seit 2016 eine Koalition aus SPD und CDU, diese hätte erneut eine komfortable Mehrheit. Auch ein Bündnis aus SPD und Linken hätte eine knappe Mehrheit. Denkbar wäre zudem eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Die SPD in Schwerin regierte früher bereits auch mit der Linken.

CDU-Spitzenkandidat Sack sprach von einem enttäuschenden Ausgang der Wahl. Das Ergebnis werde seine Partei in den nächsten Tagen aufarbeiten. Ob die CDU auch weiterhin für eine Koalition mit der SPD zur Verfügung stehen würden, ließ er zunächst offen. Der Landesvorstand werde am Montagabend darüber beraten, sagte er. Zwar hätten die Bürger der Landesregierung ein "gutes Zeugnis" ausgestellt, aber die CDU habe davon nicht profitieren können.

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CDU-Generalsekretär Wolfgang Waldmüller bezeichnete das Ergebnis als "eine Katastrophe". Schon das Ergebnis 2016 war für die CDU ein historisch schlechtes Ergebnis gewesen, das den Hochrechnung zufolge nun noch einmal um fast fünf Prozent unterboten wurde.

FDP-Spitzenkandidat René Domke betonte die Bereitschaft seiner Partei für Koalitionsgespräche. Die FDP stehe "bereit", sagte er am Wahlabend. Grünen-Spitzenkandidatin Anne Shepley sagte, ihre Partei sei "gesprächsbereit mit allen demokratischen Parteien". Die Linken-Spitzenkandidatin Simone Oldenburg warb für einen "Linksschwung" in dem Bundesland. AfD-Spitzenkandidat Nikolaus Kramer kündigte am Sonntag eine "solide Oppositionsarbeit" an.

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