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SPD-Fraktionsvize Poß will radikale Begrenzung von Banker-Boni

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Berlin (dapd). Die SPD fordert die radikale Begrenzung von Bonuszahlungen für Banker. Die schärferen Kontrollen der Bonuszahlungen in deutschen Banken seien zu begrüßen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, am Sonntag in Berlin. Allerdings sei "das ganze System der Banker-Boni marode". Die schwarz-gelbe Bundesregierung traue sich nicht, das Problem angemessen anzugehen. Sie habe nicht verstanden, "dass durch das System der Bezahlung von Bankmanagern in fataler Weise genau solche Anreize gesetzt werden, die uns erst in die Finanzkrise geführt haben".

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, dass die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) offenbar die Boni ihrer Mitarbeiter kräftig kürzen wolle. Im Umfeld der Bank heiße es, Investmentbanker müssten sich darauf einstellen, dass der variable Anteil ihrer Vergütung im Schnitt um 15 bis 20 Prozent kleiner ausfällt. An der Ermittlung der Boni sei für 2012 erstmals eine unabhängige Kommission unter der Leitung des früheren BASF-Chefs Jürgen Hambrecht beteiligt, die neue Grundsätze für die Vergütung erarbeite. Ende Januar sollen dem Bericht zufolge erste Ergebnisse vorliegen.

dapd