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SPD-Fraktionschef schließt Nachteile für Ungeimpfte nicht aus

·Lesedauer: 1 Min.
Mobiles Impfzentrum in Stuttgart

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hat Nachteile für Ungeimpfte nicht ausgeschlossen. "Private Anbieter können natürlich Geimpften oder Genesenen Vorteile gewähren", sagte der Politiker der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Staatliche Stellen müssten allen gleichermaßen ihre Leistungen anbieten, doch auch dort könnten durch Hygienekonzepte oder Corona-Tests Nachteile für Ungeimpfte entstehen.

Dabei handle es sich jedoch nicht um exklusive Rechte für Menschen mit einer Corona-Impfung, betonte Mützenich. "Exklusiv-Rechte halte ich für den falschen Begriff, weil bisher eingeschränkte Grundrechte wieder gelten", sagte der SPD-Fraktionschef.

Rechtliche Nachbesserungen halte er derzeit nicht für erforderlich: "Dass Menschen, die sich solidarisch verhalten, dem Normalzustand schneller wieder näher kommen, halte ich für fair". Das Infektionsschutzgesetz gebe dies in seiner aktuellen Fassung her.

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hatte zuvor Nachteile für Ungeimpfte als legitim bezeichnet. Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass Geimpfte mehr Dinge tun können als die, die sich trotz der Möglichkeit nicht impfen lassen", sagte die Ko-Chefin der Grünen dem "Tagesspiegel".

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zufolge will sich nur etwa jeder vierte Ungeimpfte in Deutschland noch gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, wollen 54 Prozent derer, die ein Impfangebot bislang nicht angenommen haben, sich auch grundsätzlich nicht impfen lassen. Als Hauptgrund nannte ein Großteil der Impfverweigerer demnach mangelndes Vertrauen in die Vakzine.

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