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Sparkassen legen neuen Pool auf, um Kreditrisiken abzufedern

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die deutschen Sparkassen haben am Mittwoch einen weiteren Pool zur gemeinschaftlichen Absicherung von Kreditrisiken gestartet. Wegen der Coronakrise steigt die Bedeutung des Mechanismus.

Der jüngste sogenannte Kreditbasket kommt auf ein Volumen von zunächst knapp 460 Millionen Euro, kann später aber noch aufgestockt werden, wie die NordLB mitteilte. Insgesamt 64 teilnehmende Sparkassen brachten dabei zum Transaktionsbeginn 224 einzelne Kreditrisiken ein.

Zusammen mit den zuvor bereits gestarteten Pools haben die Sparkassen nun rund 3 Milliarden Euro an unbesicherten Ausfallrisiken über Pools abgesichert. Das leiste einen “bedeutsamen Beitrag zur Stabilität der Betriebsergebnisse der teilnehmenden Sparkassen”, hieß es.

Steigende Kreditausfälle wegen der Coronakrise würden “erhebliche” Auswirkungen auf den deutschen Bankensektor haben, der schon jetzt zu den schwächsten in Europa zählt, erklärte erst vergangene Woche die Deutsche Bank AG in einer Studie. Hohe Verluste für den Sektor seien vorprogrammiert.

Bei den Kreditbaskets bringen Sparkassen ausgewählte Kredit-Risiken aus dem eigenen Bestand ein. Kommt es dann später zu Ausfällen, stehen die am Pool teilnehmenden Sparkassen für die Verluste gemeinsam gerade.

Angestoßen wurde die Schaffung der Kreditbaskets einst vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der Anfang 2000 seinen Mitgliedsinstituten die Möglichkeit bieten wollte, Firmenkredite gegen Ausfälle abzusichern. Seit 2004 sind gut 110 Millionen Euro an Kreditausfällen über die Pools ausgeglichen worden. Davon profitierten 36 Sparkassen.

Die jüngste Transaktion wurde von BayernLB, Helaba, LBBW und NordLB arrangiert. Administratoren sind die BayernLB und die Helaba.

Außerhalb der Sparkassen-Gruppe sichern auch rund 80 genossenschaftliche Banken eine halbe Milliarde Euro an Kreditrisiken über einen ähnlichen Pool ab. Ziel ist hier, Klumpenrisiken durch kleinteiligere Risiken zu ersetzen.

(Ergänzt um Volksbanken im letzten Absatz)

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©2020 Bloomberg L.P.