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Sparen – wo es die besten Zinsen gibt

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)


Regelmäßiges Sparen gibt Sicherheit. Doch was Zinsen angeht, schauen die meisten Bankkunden in die Röhre. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch kleinere Geldbeträge sicher und relativ gut verzinst anzulegen. Die Experten von Finanztest erklären wie und wo das geht.

Sie gehören auch zu denjenigen, die Monat für Monat einen mehr oder weniger großen Geldbetrag zur Seite legen, um zu sparen? Viele Menschen tun das, um mehr Sicherheit zu haben, fürs Alter vorzusorgen oder sich Träume zu erfüllen.

Doch wer sein Geld gut und sicher anlegen möchte, hat es heutzutage nicht ganz so leicht. Die Zinsen für Sparbücher gehen gen Null und sind damit als Geldanlage tabu. Zinsen auf Erspartes gibt es lediglich noch für Tagesgeldangebote und Banksparpläne.

Ersteres ist mit ein wenig Mühe verbunden. „Nur wer sein Tagesgeldkonto immer dann wechselt, wenn der Zins fällt, kann eine vernünftige Rendite erwirtschaften. Im Moment können Sparer beispielsweise das Neukundenangebot der Consorsbank mit einem Topzins von 1 Prozent in Anspruch nehmen“, erklären die Experten von Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihres Verbrauchermagazins Finanztest.

Doch diese Angebote zu finden, wird im Laufe von mehreren Jahren immer schwieriger, da diese Neukundenangebote immer nur dann gelten, wenn ein Sparer beim entsprechenden Institut noch kein Kunde war. Wem das ständige Wechseln zu anstrengend ist, sollte einen Tagesgeldanbieter wählen, der „dauerhaft gute“ Konditionen bietet. „Sie bieten aber mit Zinsen um die 0,5 Prozent nicht viel. Hinzu kommt, dass ,dauerhaft gut‘ keine Garantie dafür ist, dass das immer so bleibt“, so die Verbraucherschützer.

Diese Banksparpläne lohnen sich
Allen, die sich nicht ständig kümmern wollen, empfiehlt Stiftung Warentest einen Banksparplan. Zwar sei die Auswahl derzeit sehr beschränkt, da viele Sparkassen und Banken Angebote gestrichen hätten. Dennoch fanden die Experten Mitte März zwei empfehlenswerte Festzinsangebote: den VBT Flex der VTB Direktbank und den Festzinssparplan der Denizbank.

Der Sitz beider Banken ist in Wien, in Deutschland sind sie mit Zweigstellen vertreten. Kunden haben die Möglichkeit die Sparpläne per Internet und bei der Denizbank auch direkt in der Filiale abzuschließen. Bei der Denizbank fand Stiftung Warentest ein Angebot, das je nach Laufzeit eine Rendite zwischen 1,5 und 1,9 Prozent pro Jahr bietet.
Kunden schließen dafür einen Sparplan für wahlweise zwischen fünf und zehn Jahren ab. Die Rate muss mindestens 50 Euro betragen und darf 1.000 Euro nicht übersteigen. Zudem sei es möglich, die Ratenzahlungen während der Vertragslaufzeit zweimal für maximal sechs Monate zu unterbrechen, falls Sparer mal knapp bei Kasse seien. Eine vorzeitige Kündigung, sei nur mit rückwirkender Herabsetzung des Zinses auf 0,5 Prozent möglich.

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Mehr Spielraum lässt dagegen das Angebot, dass die Experten bei der VTB Direktbank fanden: den VTB Flex-Sparplan. Er bringt zwar mit 1,2 Prozent Zinsen etwas weniger pro Jahr, als das Angebot der Denizbank. Dafür haben Sparer jedoch die Möglichkeit, jeden Monat neu zu entscheiden, wie viel sie sparen wollen. „Jeder Betrag von 0 Euro aufwärts ist möglich, solange eine jährliche Sparleistung von 17.000 Euro nicht überschritten wird. Nach vier Jahren kann mit einer Frist von drei Monaten jederzeit gekündigt werden“, erklärt Stiftung Warentest zu diesem Modell. Darüber hinaus können Sparer nach der vierjährigen Sperrfrist pro Kalendermonat bis zu 2.000 Euro abheben, ohne das vorher anzukündigen.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Zinsanlage“ finden Sie hier (kostenpflichtig).