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Spar-Update: David Frank spart sich zur Rente mit 45 — darum hätte der Oktober "für uns als einer der teuersten Monate in die Geschichte eingehen können"

·Lesedauer: 4 Min.
David Frank wird einmal pro Monat Business Insider erzählen, wie sein Weg in die finanzielle Freiheit verläuft
David Frank wird einmal pro Monat Business Insider erzählen, wie sein Weg in die finanzielle Freiheit verläuft

David Frank hat ein großes Ziel: Er will finanziell frei sein – selbst entscheiden, wo, wie und ob er überhaupt arbeiten gehen muss. Dafür investiert er jeden Monat Geld an der Börse und hofft, allein von den Dividenden leben zu können. Dies will der 35-Jährige nicht kurz vor dem Ruhestand erreichen, sondern bereits mit Mitte 40 – und dann vielleicht auch schon in Frührente gehen. Doch wie will er das schaffen?

Business Insider wird Frank auf seinem Weg in die finanzielle Freiheit begleiten. Jeden Monat wird er uns ein Update geben, wie er seinem Ziel näherkommt – oder auch, welche Rückschläge er möglicherweise erfährt.

David Frank arbeitet seit knapp zehn Jahren als Manager beim Beratungsunternehmen PwC. Er ist mit einer Ärztin verheiratet. Mit den gemeinsamen Kindern, einem zweijährigen Sohn und einer fünfjährigen Tochter, lebt das Ehepaar in einem Einfamilienhaus in einem Kölner Vorort. Neben seinem Job betreibt Frank noch den Blog „Jung in Rente“. Wenn ihr mehr über Franks Familie und Karriere erfahren wollt, könnt ihr diesen Artikel (+) lesen.

Der Weg in die finanzielle Freiheit – Monat: Oktober

Business Insider (BI): Um von deinen Investments leben zu können, musst du viel Geld an der Börse anlegen. Wie viel ist dein Aktien-Depot aktuell wert?

David Frank: Mein Depot ist aktuell rund 228.000 Euro wert. Hiervon entfallen fast 102.000 Euro auf meine 44 Einzelaktien und 126.000 Euro auf mein global diversifiziertes ETF-Portfolio. Im Vergleich zum September ist mein Depot um über fünf Prozent gewachsen.

BI: Wie viel hast du im Oktober an Dividenden eingenommen?

Der Oktober zählt historisch zu meinen ertragsärmeren Monaten. So habe ich letzten Monat „nur“ knapp 250 Euro an Dividenden kassiert, während es im September noch über 500 Euro waren.

BI: Wie viel konntest du im Oktober anlegen?

Meine Sparquote betrug im vergangenen Monat knapp 50 Prozent. Erneut habe ich mein eigenes Ziel von 40 Prozent übertroffen.

Dieses tolle Monatsergebnis ist dem Verdienst meiner Frau zu verdanken, die nach dem Ende ihrer zweijährigen Elternzeit im Oktober ins Berufsleben zurückgekehrt ist. Damit können wir unseren gemeinsamen Finanzen einen ordentlichen Schub verleihen.

Vom Ersparten versuche ich jeden Monat 2000 Euro an der Börse anzulegen. 1000 Euro sollen in ETFs investiert werden, die anderen 1000 in Einzelaktien – wenn sich eine passende Kaufgelegenheit findet. Zuletzt habe ich erneut in Entwicklungs- und Schwellenländern investiert und knapp 500 Euro in einen ETF MSCI Emerging Marktes angelegt.

BI: Welche Einzelaktien hast du im Oktober gekauft oder verkauft und warum?

Im Oktober habe ich mich erneut für den Nachkauf zweier Schwergewichte der US-amerikanischen Wirtschaft entschieden.

Hierbei handelt es sich diesmal zum einen um den Zahlungsabwickler Visa, dessen Kreditkarte wahrscheinlich jedem ein Begriff sein dürfte. Das Unternehmen befindet sich seit dem Corona-Börsencrash im März 2020 in meinem Depot. Nachdem der Aktienkurs zuletzt etwas schwächelte, ohne dass sich an den hervorragenden Geschäftsperspektiven etwas Wesentliches verändert hätte, sah ich die Zeit für eine weitere Aufstockung gekommen. Im Oktober habe ich daher drei Aktien für 544 Euro gekauft. In meinem Depot habe ich nun 13 Visa-Aktien mit einem Gesamtwert von 2005 Euro.

Zum anderen haben es drei Aktien zu einem Preis von insgesamt 537 Euro vom US-Biotechnologiekonzern Amgen in mein Depot geschafft. Neben dem starken Wachstum der letzten Jahre schätze ich vor allem die hohe, branchenuntypische Diversifikation des Produktportfolios. Ich besitze aktuell neun Aktien des Unternehmens mit einem Gesamtwert von 1728 Euro.

Sollte der Kurs der beiden Aktien in den kommenden Wochen noch etwas mehr sinken, lege ich bis zum Jahresende vielleicht noch einmal nach.

BI: Was hat dich im Oktober bei deinen Sparzielen vorangebracht?

Nachdem im Oktober die zweijährige Elternzeit meiner Frau endete, sind wir ab sofort wieder Doppelverdiener - wenn auch jeweils nur in Teilzeit. Dies macht sich natürlich auch am Monatsende bemerkbar. Denn abgesehen von ein paar zusätzlichen Ausgaben, die mit dem Wiedereinstieg ins Berufsleben einhergingen (z.B. zweites Fahrzeug), können wir das Einkommen meiner Frau fast vollständig zurücklegen und damit künftig noch mehr für unseren langfristigen Vermögensaufbau tun.

BI: Hat dich ein Ereignis bei deinem Ziel der finanziellen Freiheit zurückgeworfen?

Der Oktober hätte für uns durchaus als einer der teuersten Monate in die Geschichte eingehen können. Denn nachdem unser Auto im Sommerurlaub in Italien einen heftigen Hagelschaden erlitten hatte, standen nun die Ausbesserungsarbeiten an.

Anschließend staunte ich nicht schlecht, als mir die Abrechnung der Werkstatt in die Hände fiel: weit über 10.000 Euro! Doch glücklicherweise werden derartige Schäden von der Kfz-Versicherung übernommen – zumindest, wenn man über einen Teilkaskoschutz verfügt. So blieb unsere Haushaltskasse schlussendlich weitestgehend verschont. Nur die 150 Euro für die vertraglich festgelegte Selbstbeteiligung mussten wir aus eigener Tasche berappen. Glück im Unglück.

Den Hagelschaden könnt ihr vor allem auf der Motorhaube erkennen
Den Hagelschaden könnt ihr vor allem auf der Motorhaube erkennen

BI: Hast du im Oktober etwas Neues über die Börse gelernt?

Auch im Oktober bewahrheitete sich einmal mehr eine weit verbreitete Börsenweisheit: „Sell in May and go away, but remember to come back in September“. Denn wer diesen Oktober an der Börse verpasst hat, dürfte einiges der diesjährigen Kapitalmarktrendite liegen gelassen haben. So erzielte allein der vielen ETFs zugrundeliegende MSCI World Index ein Plus von über fünf Prozent und das auf Monatssicht!

Das nächste Spar-Update erscheint Anfang Dezember bei Business Insider.

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