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Portugiesische Fluglinie Hi Fly ohne Plastikmüll

Sophie Winter
Freie Autorin

1,43 Kilo Müll sind das, was nach einem Flug von jedem Passagier zurückbleibt. Hochgerechnet auf eine voll besetzte Maschine eine Riesenmenge, die noch dazu zum Großteil aus Plastik besteht. Die Airline Hi Fly verbannt Plastik auf Testflügen komplett und setzt auf umweltfreundlichere Alternativen.

Flüge von Hi Fly soll es nun ohne Plastikmüll geben (Symbolbild: Getty Images)

Im Flugzeug ist nahezu alles, was den Passagieren angeboten wird, in Plastik verpackt: das Essen, das Besteck, kleine Kuchen oder andere Snacks, die Decken und die Kopfhörer fürs Bordprogramm. Ein gigantischer Verbrauch des Materials, das unseren Planeten bis in die abgelegensten Regionen verschmutzt und mehr und mehr auch in die Nahrungskette gelangt.

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Für jedes einzelne Teilchen gibt es eine Alternative

Um dem entgegenzuwirken, hat die portugiesische Fluggesellschaft Hi Fly kurz nach Weihnachten einen ersten Test durchgezogen. Auf dem mit 700 Passagieren besetzten Airbus A340 von Lissabon nach Brasilien gab es Messer, Gabeln und Löffel aus Bambus, die Wolldecken waren genauso wenig in Plastik verpackt wie die Getränke aus Plastikflaschen flossen, und auch die Zahnbürsten bestanden wie die Salz- und Pfefferstreuer aus umweltfreundlichem, recyceltem oder komplett kompostierbarem Material.


Bis Ende des Jahres soll Plastik komplett wegfallen

Noch sind komplett Plastik freie Flüge bei Hi Fly die Ausnahme, doch bis Ende 2019 soll genau das der Standard sein, sagte der CEO Paulo Mirpuri laut “travelnews.ch“. “Wir können die Auswirkungen von Plastikmüll auf das Ökosystem und auf die menschliche Gesundheit nicht länger ignorieren.“

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Für den Umweltschutz ist das zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und das in einer Branche, die die Umwelt vor allem durch den massiven CO2-Ausstoß der Flugzeuge massiv belastet. Dieses Grundproblem bleibt auch weiterhin bestehen. Und doch fordern Passagiere auch andere Airlines auf, nach dem Vorbild der spanischen Airline zumindest dem Plastikmüll den Kampf anzusagen, wie dieser Tweet zeigt: