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Spaniens Regierung hofft auf Entspannung am Arbeitsmarkt

Berlin (dapd). Schlechte Neuigkeiten aus der Automobilbranche, Hoffnungsschimmer auf dem Arbeitsmarkt: Spaniens Wirtschaft blickt auf ein schwieriges Krisenjahr zurück, aber 2013 könnten wieder mehr Menschen feste Jobs finden.

Wirtschaftsminister Luis de Guindos rechnet spätestens im vierten Quartal mit einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, sagte er in einem Interview des Radiosenders SER. Am Mittwoch vermeldeten die drei größten Automobilverbände des Landes dann, der Absatz von Neuwagen sei im vergangenen Jahr um mehr als 13 Prozent eingebrochen.

Die Verkaufszahlen im Dezember seien gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 23 Prozent zurück gegangen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Verbände Anfac, Faconauto und Ganvam. Der im Oktober verabschiedete Subventionsplan der Regierung habe den Effekt dabei noch gelindert.

Angesichts der zweiten Rezession binnen drei Jahren bezeichnete De Guindos die Schaffung neuer Arbeitsplätze am Dienstag als oberste Priorität. Er verteidigte die jüngsten Arbeitsmarktreformen und sagte, wären sie bereits früher umgesetzt worden, gäbe es heute eine Million Arbeitslose weniger.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten auf sechs Millionen steigt. Zurzeit ist jeder vierte Spanier ohne Job. Der harte Sparkurs von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist heftig umstritten - 2012 gingen Millionen Menschen gegen das Programm auf die Straße.

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