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Spanien: Verbraucherpreise steigen weniger stark

MADRID (dpa-AFX) - Der starke Preisauftrieb in Spanien hat sich abgeschwächt. Die nach europäischer Methode gemessenen Lebenshaltungskosten (HVPI) erhöhten sich im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate noch 9,8 Prozent betragen. Analysten hatten mit einer Rate von 9,0 gerechnet. Im Monatsvergleich fielen die Verbraucherpreise sogar um 0,2 Prozent. Hier hatten Experten mit einem Anstieg von 0,4 Prozent nach 3,9 Prozent im Vormonat gerechnet.

Das Statistikamt begründete die leichte Verlangsamung der Inflation mit einer Entspannung bei den Stromkosten, die zuvor Rekordhöhen erreicht hätten. Seit vergangenem Herbst bereits werden Strom und Gas europaweit immer teurer. Die russische Invasion in die Ukraine hat zuletzt für einen zusätzlichen Preisschub gesorgt. Spanien hatte bereits 2021 die Mehrwertsteuer auf Strom auf zehn Prozent gesenkt.

Laut EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni ist eine niedrigere Mehrwertsteuer jedoch nicht das beste Mittel, um Verbraucher vor hohen Energiepreisen zu schützen. Es sei zwar einfach, Energiesteuern zu senken, aber wenn die Preise hoch blieben, sei der Nutzen für Unternehmen und Verbraucher unsicher, schrieb Gentiloni zuletzt in einem Brief an die EU-Finanzminister.

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