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Spanien: Industrieproduktion bricht wegen Corona stärker ein als erwartet

MADRID (dpa-AFX) - Die spanische Industrieproduktion ist im April noch stärker eingebrochen als erwartet. Die Produktion fiel belastet durch die Corona-Krise um 21,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 9,5 Prozent gerechnet.

Zudem ist der Rückgang im März stärker als zunächst ermittelt ausgefallen. Die Produktion ist um revidiert 13,2 Prozent gefallen. Hier war zunächst ein Rückgang um 11,9 Prozent ermittelt worden.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Produktion im April saisonbereinigt sogar um 33,6 Prozent. Spaniens Wirtschaft wurde im März von der Corona-Krise massiv getroffen. Die Einschränkungen von wirtschaftlichen Aktivitäten waren besonders weitgehend.

Mit Abstand am stärksten betroffen war die Produktion von Konsumgütern, die im April um mehr als die Hälfte einbrachen. Sie fiel um 51,7 Prozent zum Vormonat. Die Produktion von Investitionsgütern sank um 39,9 Prozent. Am wenigsten ausgeprägt war der Rückgang im Bereich Energie. Hier sank die Erzeugung um 10,1 Prozent.

Spaniens Regierung hatte am 15. März eine strikte Ausgangssperre eingeführt. Diese wurde zuletzt bis zum 20. Juni verlängert. Allerdings wurden schrittweisen Lockerungen eingeführt.

Die monatliche Umfrage zur Erfassung der Produktionstätigkeit in der Industrie umfasst laut INE mehr als 11 500 Betriebe. Davon ausgenommen bleibt die Entwicklung im Baugewerbe.