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Sozialverbände: Einigung bei Kindergrundsicherung 'enttäuschend'

BERLIN (dpa-AFX) -Der Paritätische Gesamtverband hat scharfe Kritik an der von der Ampel-Regierung vereinbarten Kindergrundsicherung geäußert. "Die Eckpunkte sind enttäuschend. Die Angaben zur Höhe des Kindergeldes sind vage", sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Die veranschlagten 2,4 Milliarden Euro Mehrkosten gehen wohl eher für Verwaltung drauf." Sollten arme Kinder am Ende nicht mehr Geld bekommen, würden sie arme Kinder bleiben. Genau das aber sei zu befürchten.

Ähnlich äußerte sich der Sozialverband VdK. "Ein Mini-Reförmchen wurde heute als der große Wurf präsentiert, aber das Gesamtvolumen und die dahinterstehenden Details sind mehr als enttäuschend", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bezeichnet die Einigung hingegen als "echten Meilenstein". "Mit der Kindergrundsicherung wird endlich eine bürgerfreundlichere und leichter zugängliche Leistung geschaffen. Es ist ein echter Meilenstein, wenn künftig dafür gesorgt ist, dass das dringend benötigte Geld auch bei den Familien ankommt", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. "Fraglich bleibt, ob die vereinbarten Finanzmittel für wirksame Armutsbekämpfung ausreichen." Wenn mit dieser Summe Kinderarmut nicht spürbar zurückgedrängt werden könne, müsse das Parlament nachbessern.

In der Kindergrundsicherung sollen bisherige Leistungen wie das Kindergeld, Leistungen aus dem Bürgergeld für Kinder oder der Kinderzuschlag gebündelt werden. In der Nacht zum Montag hatte sich die Koalition nach langem Streit geeinigt. Laut Paus werden für die Einführung der Kindergrundsicherung im Jahr 2025 zunächst 2,4 Milliarden Euro Mehrkosten veranschlagt.