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Soziale Netzwerke: Viele Dax-30-CEOs verwenden geschlechtergerechte Sprache

·Lesedauer: 2 Min.

Um möglichst viele Menschen anzusprechen, setzen auch Unternehmen zunehmend auf Gendern. Auch in der obersten Liga der deutschen Wirtschaft scheint sensible Sprache angekommen zu sein. Anlässlich des „Deutschen Diversity Days“ hat das Jobportal „Indeed“ untersucht, wie die Führungskräfte der deutschen Dax-30-Unternehmen in sozialen Netzwerken kommunizieren. Der erste interessante Befund dabei: Es gibt unter den ausschließlich männlichen Dax-30-CEOs nur 19, die aktiv ihre Profile in sozialen Netzwerken bespielen.

Die Untersuchung zeigt außerdem: 96 Prozent der Postings dieser CEOs kommen ohne das generische Maskulin aus. Dafür wurden 441 Beiträge der männlichen Unternehmens-Chefs analysiert. Ein Hauptfaktor für geschlechtergerechte Postings ist, dass 72 Prozent der Postings auf Englisch verfasst wurden. Im Englischen gibt es bei vielen Wörtern keine geschlechtliche Trennung: Das Wort „Customer“ zum Beispiel ist geschlechtsneutral, im Deutschen gibt es aber die Übersetzungen „Kundin“ und „Kunde“. Durch Kommunikation in englischer Sprache können die Dax-Chefs so das generische Maskulin oder das aktive Gendern also häufig umgehen.

Die restlichen 28 Prozent der Postings wurden auf Deutsch verfasst. Hier zeigt sich, dass die Texte zu 87 Prozent gendersensibel formuliert sind. In über der Hälfte der Posts (55 Prozent) wird allerdings auch hier das direkte Gendern vermieden, etwa indem allgemeine Ausdrucksweisen verwendet werden, wie zum Beispiel „wir“, „Team“ oder „Menschen“.

Bei 32 Prozent der Posts genderten die CEOs aktiv, etwa durch Nutzung des Gendersterns und anderen Formulierungen. In 13 Prozent der Texte nutzten sie hingegen das generische Maskulin.

Wie gendern die Dax-30-CEOs?

Bei knapp der Hälfte der geschlechtergerechten Posts verwendeten die Geschäftsführer die Paarform, nutzten also Formulierungen wie „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Der Gender-Doppelpunkt ist mit 21 Prozent die zweithäufigste Formulierung. Dahinter folgt das Gender-Sternchen mit jeweils 15 Prozent.

https://datawrapper.dwcdn.net/8CjGX/4/

Die Chefs von SAP, Delivery Hero und VW weisen eine 100 prozentige Gender-Quote auf – sie verfassen ihre Postings allerdings auch durchweg auf Englisch. Covestro-Geschäftsführer Markus Steilemann, der hingegen die Hälfte seiner Texte auf Deutsch verfasst, kommt mit einer 95-prozentigen Quote ebenfalls auf einen sehr hohen Anteil. Auch die CEOs von Henkel, Carsten Knobel, sowie Fresenius Medical Care, Rice Powell, posten Beiträge ohne das generische Maskulin. Allerdings sind sie seltener in den sozialen Netzwerken aktiv und weisen daher weniger Postings in der Analyse auf.

Indeed hat ebenfalls analysiert, ob und wie die Dax-CEOs sich zum Weltfrauentag am 8. März geäußert haben. Das Ergebnis: Jeder der 19 Geschäftsführer hat mindestens einen Beitrag zum Weltfrauentag verfasst – in gendersensibler Sprache.

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