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Sorbit-Unverträglichkeit: Wenn Light-Produkte zu Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen

Nicht nur in Light-Produkten ist Sorbit enthalten, auch in bestimmten Obstsorten. Und das kann bei Menschen mit Unverträglichkeit zu Beschwerden führen. - Copyright: Milos Dimic/Getty Images
Nicht nur in Light-Produkten ist Sorbit enthalten, auch in bestimmten Obstsorten. Und das kann bei Menschen mit Unverträglichkeit zu Beschwerden führen. - Copyright: Milos Dimic/Getty Images

Wer schon mal genauer die Beschriftung einer Kaugummi-Verpackung studiert hat, der erinnert sich vielleicht an den Hinweis, dass der "übermäßige Verzehr abführend wirken" könne. Das liegt daran, dass in zuckerfreien Produkten wie Kaugummis, Bonbons, aber auch Light-Limonaden der Stoff Sorbit enthalten ist.

Sorbit ist ein chemisches Zwischenprodukt von Zucker. Natürlicherweise kommt der Zuckeralkohol aber auch in gewissen Obstsorten vor. Oder als Zusatz, zum Feuchthalten, in industriell hergestellten Fertigprodukten. Und das führt bei Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Sorbit zu Beschwerden. Hierzu hat das "ZDF" auf seiner Website jüngst eine Übersicht veröffentlicht. Wer nach dem Verzehr benannter Produkte schon Probleme beobachtet hat, der sollte in der Zutatenliste von Produkten nach E420 suchen – so wird der Zusatzstoff nämlich deklariert.

Sorbit-Intoleranz: alles eine Frage der Menge?

Bei der Sorbit-Intoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit und keine Allergie. Die Aufnahme des Zuckeralkohols im Dünndarm bei Menschen mit Intoleranz ist stark beeinträchtigt, deshalb gelangt der Stoff bei ihnen in den Dickdarm. Dort wird er von Bakterien abgebaut und dabei entstehen Gärgase. Das macht sich mit Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall bei Betroffenen bemerkbar.

Alexander Kann, Gastroenterologie am Universitätsklinikum Würzburg, sagte auf Anfrage des ZDF, dass niemand große Mengen an Sorbit verstoffwechseln könne, auch Menschen mit normaler Verstoffwechselung nicht. Der Unterschied sei nur, dass manche Personen eine niedrigere Schwelle für die Aufnahme hätten.

Das heißt: Große Mengen Sorbit wirken auch bei Menschen ohne bekannte Unverträglichkeit abführend - deshalb gibt es den Warnhinweis auf Kaugummi- oder Bonbon-Verpackungen. Laut ZDF werden damit Lebensmittel gekennzeichnet, die über zehn Prozent Anteil an Zuckeraustauschstoffen haben.

Was tun gegen eine Sorbit-Intoleranz?

Ein Verdacht auf eine Sorbit-Intoleranz kann mit der Hilfe eines einfachen Verfahrens abgeklärt werden. Und das geht folgendermaßen: Nach der Einnahme einer sorbithaltigen Lösung wird die Konzentration von Wasserstoff in der Atemluft gemessen. Falls diese im Verlauf des Tests ansteigt, deutet dies darauf hin, dass der Betroffene Probleme dabei hat, Sorbit zu verdauen.

Nachdem eine Sorbit-Intoleranz festgestellt worden ist, stellen die Betroffenen ihre Ernährung um. Dabei muss nicht auf jegliche sorbithaltige Produkte und Früchte verzichtet werden. Denn es gibt auch Obst, das kein Sorbit enthält, wie etwa Ananas, Bananen und Orangen. Bei der Ernährungsumstellung sollten Betroffene in drei Schritten vorgehen: zuerst auf alle sorbithaltigen Lebensmittel verzichten, damit der Darm abheilen kann. Sobald er sich erholt hat, darf sorbithaltige Kost in kleinen Mengen aufgenommen werden. Wenn die Patienten – begleitet durch einen Experten – herausgefunden haben, wie viel Sorbit sie vertragen, wird ein dauerhafter individueller Ernährungsplan aufgesetzt.

aeh