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Sollten wir uns Sorgen über einen Bärenmarkt machen?

Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Wichtige Punkte

  • Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn die Aktienkurse um 20 % gegenüber dem letzten Höchststand fallen.

  • Auch wenn wir nicht wissen, was der Rest des Jahres für die Aktien bereithält, ist es wichtig, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.

Zu sagen, dass die ersten vier Monate des Jahres 2022 aus Sicht der Investoren turbulent waren, wäre eine Untertreibung. Die Aktienkurse sind seit Januar unbeständig, und viele Portfolios haben im bisherigen Jahresverlauf deutlich an Wert verloren.

Aber auch wenn Verluste von 10 % bis 15 % nie lustig sind, machen sich einige Anleger zunehmend Sorgen um einen ausgewachsenen, lang anhaltenden Bärenmarkt. Das ist der Fall, wenn Aktien um 20 % oder mehr gegenüber ihrem letzten Höchststand fallen.

Bärenmärkte können schwer zu ertragen sein und es ist schwieriger, sich von ihnen zu erholen als von moderateren Abschwüngen am Aktienmarkt. Aber wenn du diese Maßnahmen ergreifst, brauchst du einen Bärenmarkt gar nicht zu fürchten.

1. Vergewissere dich, dass dein Vermögen richtig aufgeteilt ist

Es ist eine Sache, mit 40 oder 50 Jahren ein Portfolio zu haben, das zu 80 % aus Aktien besteht. Aber es ist eine andere Sache, mit Mitte 60 so stark auf Aktien zu setzen, wenn der Ruhestand vielleicht nur noch ein oder zwei Jahre entfernt ist.

Eines der schwierigsten Dinge an Bärenmärkten ist, dass man nur schwer vorhersagen kann, wie lange sie andauern werden. Unser letzter Bärenmarkt, der Anfang 2020 im Zuge des COVID-19-Ausbruchs stattfand, war relativ kurzlebig. Aber ein Bärenmarkt kann Jahre dauern.

Wenn du kurz vor dem Ruhestand stehst, ist es wichtig, einen großen Teil deines Vermögens außerhalb des Aktienmarktes zu halten (zum Beispiel in Bargeld oder Anleihen). Aber wenn der Ruhestand noch Jahrzehnte entfernt ist, musst du wahrscheinlich keine Änderungen an deiner Vermögensaufteilung vornehmen, selbst wenn der Großteil aus Aktien besteht. Denn theoretisch solltest du genügend Zeit haben, um dich von einem Abschwung zu erholen.

2. Erhöhe deinen Notfallfonds

Viele Menschen gehen davon aus, dass sie in einem Bärenmarkt Geld verlieren werden. Aber wenn du dein Portfolio in Ruhe lässt und abwartest, bis es sich erholt, verlierst du vielleicht keinen einzigen US-Dollar.

Deshalb ist es wichtig, einen soliden Notfallfonds zu haben, der im Idealfall bis zu sechs Monate lang die wichtigsten Lebenshaltungskosten abdeckt. Auf diese Weise kommst du seltener in die Situation, dass du Aktien verkaufen musst, wenn sie am Boden sind, um an Bargeld zu kommen.

3. Lege einen Bargeldbestand an, um damit zu investieren

Bärenmärkte können einem Angst machen, aber sie können auch eine Chance bedeuten. Wenn du deinen Notfallfonds aufgestockt hast, solltest du zusätzliches Geld für Investitionen zurücklegen.

Wenn der Aktienmarkt auf breiter Front einbricht, kann auch der Wert von Qualitätsaktien sinken. Das gibt dir aber die Chance, diese Aktien mit einem Abschlag zu kaufen. Dafür brauchst du allerdings Bargeld, also tue dein Bestes, um welches freizubekommen.

Trotzdem solltest du nicht deine Ersparnisse plündern, um Geld für Investitionen zu sammeln. Das könnte zu demselben unerwünschten Szenario führen, dass du Verluste einstecken musst, wenn du zu einem schlechten Zeitpunkt Geld brauchst.

Wenn du auf eine Baisse vorbereitet bist, kannst du sie unbeschadet überstehen. Anstatt dich also vor einer Baisse zu fürchten, solltest du dich darauf vorbereiten, die nächste zu überstehen.

Der Artikel Sollten wir uns Sorgen über einen Bärenmarkt machen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 01.05.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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