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Das sollten Bankkunden zur Dauer einer Überweisungen wissen

Ivanov, Angelika
·Lesedauer: 3 Min.

Überweisungen müssen in der Regeln innerhalb eines Werktags erfolgen. Damit das funktioniert, müssen Kunden folgende Punkte beachten.

Seit 2012 sind Zahlungsdienstleister zum schnellen Geldtransfer verpflichtet. Doch lange brauchen die Banken für Überweisungen 2020? Foto: dpa
Seit 2012 sind Zahlungsdienstleister zum schnellen Geldtransfer verpflichtet. Doch lange brauchen die Banken für Überweisungen 2020? Foto: dpa

Der Geldtransfer vom eigenen auf ein anderes Konto gehört zum Alltag der Deutschen. Milliardenfach wechseln große und kleine Beträge jährlich so ihren Besitzer. Knapp 6,7 Milliarden Banküberweisungen waren es in Deutschland im Jahr 2019, für 2020 liegen noch keine endgültigen Zahlen vor.

Besteht seitens des Zahlungsempfängers eine Frist, wann der Betrag auf dem Konto eingegangen sein muss, sollte man die Überweisungsdauer der jeweiligen Überweisungsart kennen, um einen Zahlungsverzug zu vermeiden.

Denn nicht immer wechselt das überwiesene Geld gleich schnell seinen Besitzer. Was es bei Überweisungen zu beachten gilt – die wichtigsten Punkte in der Übersicht.

Die Dauer von Überweisungen – so schnell sind die Banken

Wie lange darf eine Überweisung dauern?

In der Regel dauert eine Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums einen Werktag. Dies schreibt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in § 675s fest.

Gibt ein Kunde beispielsweise an einem Mittwoch eine SEPA-Überweisung bei seiner Bank in Auftrag, muss diese spätestens am Donnerstag beim Zahlungsinstitut des Zahlungsempfängers eingetroffen sein. Das gilt jedoch nur, wenn die Überweisung entweder per Online-Banking erfolgt ist oder am Terminal der jeweiligen Bank in Auftrag gegeben wurde. Anders sieht es beispielsweise bei Überweisungen mittels Vordruck aus.

Wovon hängt die Dauer der Überweisung ab?

Nach wie vielen Geschäftstagen eine Inlandsüberweisung auf dem Zielkonto eintrifft, hängt von der Art der Überweisung ab. Grob lässt sich hierbei zwischen der Online-Überweisung und der Überweisung in Papierform unterscheiden.

Sind Online-Überweisungen schneller als Papierüberweisungen?

Da Online-Überweisungen gegenüber der Überweisung mittels Überweisungsvordruck nur mit einem geringen Verwaltungsaufwand verbunden sind, dürfen digitale Überweisungen nur einen Werktag dauern. Bei der Überweisung in Papierform räumt der Gesetzgeber hingegen zwei Werktage ein.

Was tun, wenn die Überweisung innerhalb eines Tages beim Empfänger sein soll?

Ist eine Überweisung besonders eilig, gibt es für Bankkunden zwei verschiedene Optionen, die eine Überweisung noch am selben Tag gewährleisten – die Blitzüberweisung und die Echtzeitüberweisung.

Blitzüberweisung

Die Blitzüberweisung kann ähnlich einer normalen Überweisung sowohl am Bankschalter in einer Filiale als auch online getätigt werden. Wie lange es dauert, bis das Geld wirklich auf dem Empfängerkonto ist, hängt vom jeweiligen Geldinstitut ab. Man kann jedoch mit einer Dauer von wenigen Stunden rechnen. Der Nachteil dieser Überweisungsart: Banken verlangen für die Blitzüberweisung eine Gebühr zwischen 5 bis 25 Euro.

Echtzeitüberweisung

Im Gegensatz zur Blitzüberweisung funktioniert die Echtzeitüberweisung nur online. Der Vorteil der Echtzeitüberweisung ist jedoch, dass sie im Prinzip einer Barzahlung ähnelt. Das Geld ist tatsächlich in Echtzeit auf dem Konto des Zahlungsempfängers. Auch für diesen Service fallen in den meisten Geldinstituten Gebühren an. Diese finden Kunden im „Preis- und Leistungsverzeichnis“ der Bank, das öffentlich zugänglich sein muss.

Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?

Die gesetzliche Überweisungsfrist für Auslandsüberweisungen beträgt ebenso wie eine Inlandsüberweisung einen Tag, sofern sich das Empfängerkonto im EU-Ausland befindet. Der Überweisungsvorgang bei Zahlungsaufträgen in Nicht-EU-Staaten dauert noch länger und unterliegt keiner gesetzlichen Frist.