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Sollte man sich Sorgen um einen Börsencrash machen?

Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Wichtige Punkte

  • Wenn der Aktienmarkt weiter einbricht, ist es normal, sich Sorgen zu machen.

  • Trotz der kurzfristigen Volatilität hat der Markt eine lange Geschichte mit positiven Durchschnittsrenditen.

  • Unabhängig davon, was passiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt erholen wird.

Der Aktienmarkt hat bisher ein schwieriges Jahr hinter sich. Der S&P 500 ist seit Januar um mehr als 17 % gefallen und hat kürzlich sogar kurzzeitig einen Bärenmarkt erreicht.

Marktabschwünge können einschüchternd sein, und selbst erfahrene Anleger sind oft von der Volatilität verunsichert. Da niemand mit Sicherheit weiß, ob ein Crash bevorsteht, ist es normal, dass man sich Sorgen um die Zukunft des Marktes macht.

Aber wie besorgt solltest du über einen Börsencrash sein? Und was solltest du tun, um deine Investitionen zu schützen? Es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest.

Wird der Aktienmarkt abstürzen?

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich der Markt in den kommenden Wochen oder Monaten entwickeln wird. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass die Aktienkurse weiter fallen, aber es ist auch möglich, dass sich der Markt relativ schnell wieder erholt.

Anstatt zu versuchen, die Entwicklung des Marktes vorherzusagen oder sich Gedanken darüber zu machen, ob ein Crash bevorsteht, ist es das Beste, wenn du jetzt eine langfristige Perspektive beibehältst.

Der Markt hat im Laufe der Jahre viele Korrekturen und Abstürze erlebt. Allein in den letzten zwei Jahrzehnten hat er alles Mögliche erlebt, vom Platzen der Dot-Com-Blase über die Finanzkrise bis hin zum Absturz in der Frühphase der COVID-19-Pandemie. Er hat sich bisher nicht nur von jedem Abschwung erholt, sondern im Laufe der Zeit auch positive Durchschnittsrenditen erzielt.

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Wenn du dir Sorgen um einen möglichen Börsencrash machst, solltest du daran denken, dass Investitionen langfristig angelegt sind. Egal, was in den nächsten Wochen oder Monaten passiert, es ist sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt irgendwann wieder erholt.

Wie du dein Geld schützen kannst

Unabhängig davon, ob der Aktienmarkt einbricht oder nicht, gibt es Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um deine Investitionen so gut wie möglich zu schützen.

Achte zum Beispiel darauf, dass dein Portfolio gut diversifiziert ist. Die meisten Experten empfehlen, mindestens 25 bis 30 Aktien aus verschiedenen Branchen zu besitzen. Selbst wenn eine oder zwei deiner Aktien einen Marktabschwung nicht überleben, hat das keine großen Auswirkungen auf den Rest deines Portfolios.

Als Nächstes sollte man seine Vermögensaufteilung überprüfen – vor allem, wenn du kurz vor dem Ruhestand stehst. Wenn du älter wirst, ist es ratsam, dein Portfolio allmählich auf die konservative Seite zu verlagern und weniger in Aktien und mehr in Anleihen zu investieren. Wenn du davon ausgehst, dass du dein Geld in den nächsten Jahren brauchst, kann eine konservativere Anlage die Auswirkungen von Schwankungen verringern und deine Ersparnisse sicherer machen.

Schließlich solltest du sicherstellen, dass jede Aktie in deinem Portfolio eine solide langfristige Investition ist. Gesunde Unternehmen erholen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit von einem Konjunkturabschwung. Wenn du ein Portfolio voller solider Aktien hast, haben deine Investitionen eine viel bessere Chance, selbst die schlimmsten Marktabstürze zu überstehen.

Die Volatilität der Märkte kann selbst für erfahrene Investoren nervenaufreibend sein. Aber wenn du Maßnahmen zum Schutz deiner Investitionen ergreifst, die richtigen Aktien auswählst und diese trotz der Volatilität langfristig hältst, kannst du beruhigt sein, denn dein Geld ist so sicher wie möglich.

Der Artikel Sollte man sich Sorgen um einen Börsencrash machen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Katie Brockman auf Englisch verfasst und am 25.05.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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