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Solarkrise: Gewinneinbruch bei Wacker Chemie

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München (dapd). Die Solarkrise hat Wacker Chemie (Xetra: WCH888 - Nachrichten) die Bilanz verhagelt. Der Konzerngewinn fiel im vergangenen Jahr auf 107 Millionen Euro und damit auf weniger als ein Drittel des Vorjahresergebnisses, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 4,63 Milliarden Euro. Obwohl die schwache Bilanz erwartet wurde, verlor die Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen an Wert.

Der Chemiekonzern machte vor allem die Überkapazitäten in der Photovoltaikindustrie für den Gewinneinbruch verantwortlich. Die Preise für Solarsilizium hätten sich innerhalb eines Jahres halbiert, teilte Wacker mit. Dagegen hätte der Geschäftsbereich Chemie vor allem wegen der stark wachsenden Nachfrage nach Polymerprodukten sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um rund 15 Prozent steigern können.

Der Vorstandsvorsitzende Rudolf Staudigl blickt nach dem schwierigen Jahr optimistischer in die Zukunft: "In den vergangenen Wochen gab es ermutigende Signale, die auf einen verstärkten Ausbau der Photovoltaik hindeuten, speziell in China und den USA." Dies könnte sowohl den Absatz als auch die Preise für Solarsilizium positiv beeinflussen. Allerdings sei "das Risiko noch nicht vom Tisch, dass es in der Photovoltaik zu einem Handelskonflikt zwischen China und Europa kommt".

dapd