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Solarfirmen kämpfen weiter gegen die Branchenkrise

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Niestetal/Sulzemoos (dapd). Deutschlands Solarfirmen stemmen sich weiter gegen die tiefe Krise der Branche. Dabei musste SMA Solar im dritten Quartal 2012 einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen, wie die Firma am Donnerstag im hessischen Niestetal mitteilte. Doch blieb der weltweit größte Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen in den schwarzen Zahlen und bekräftigte seine kürzlich gesenkten Prognosen. Phoenix Solar (Other OTC: PXSNF.PK - Nachrichten) aus dem bayerischen Sulzemoos konnte die Verluste zumindest eindämmen, auch wenn der Umsatz deutlich absackte.

Bei SMA Solar fiel für die Zeit von Juli bis September der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahresvergleich um rund 57 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 21,5 Millionen Euro, nachdem es ein Jahr zuvor noch fast 53 Millionen Euro waren. Der Quartalsumsatz schrumpfte um 24 Prozent auf 362,7 Millionen Euro.

SMA Solar hatte der Branchenkrise lange Zeit getrotzt. Wegen massiver Kürzungen bei der Solarförderung und steigenden Preisdrucks rechnet die Firma für 2013 aber inzwischen im besten Fall mit einem ausgeglichenen Ergebnis bei einem Umsatz zwischen 900 Millionen und 1,3 Milliarden Euro. 2012 soll der Umsatz noch 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro erreichen. Das operative Ergebnis wird bei 100 bis 150 Millionen Euro erwartet. SMA Solar hatte angekündigt, 450 von weltweit 5.500 Stellen zu streichen.

SMA Solar könne sich dem Preisrückgang auf dem Markt für Wechselrichter nicht entziehen, sagte der Analyst Leonard Herbig vom Berliner Zentrum für Solarmarktforschung. "Die Zahl der Wettbewerber von SMA Solar wächst weiterhin", erklärte er.

Phoenix Solar macht weniger Verlust

Der Umsatz von Phoenix Solar fiel im dritten Quartal auf Jahressicht um 64 Prozent auf 40,8 Millionen Euro. Den Nettoverlust verringerte der Großhändler von Solaranlagen nach dem Abbau von 60 Prozent der Arbeitsplätze dagegen von 13,3 Millionen auf 4 Millionen Euro. Die Firma hatte sich bis August von 170 der mehr als 300 Beschäftigten in Deutschland getrennt.

Für 2012 hatte Phoenix Solar seine Umsatzerwartungen bereits im Oktober deutlich zurückgeschraubt. Statt 210 bis 240 Millionen Euro erwartet die Firma noch Erlöse von 150 bis 170 Millionen Euro.

dapd

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