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So will der neue Siemens-Chef Roland Busch höhere Umsätze einfahren und das Unternehmen in die Zukunft führen

·Lesedauer: 3 Min.
Siemens-CEO Roland Busch auf der Jahreshauptversammlung im Februar
Siemens-CEO Roland Busch auf der Jahreshauptversammlung im Februar

Roland Busch, seit Februar dieses Jahres Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, stellt am Donnerstag auf einem virtuellen Kapitalmarkttag erstmals seine Gesamtstrategie für den Konzern vor. Und er hebt die Ziele für das Umsatzwachstum an. Das geht aus einer im Vorfeld versendeten Pressemitteilung hervor.

Busch sieht die Siemens AG nach den Umbaumaßnahmen seines Vorgängers Joe Kaeser und der Abspaltung des Energiegeschäfts im vergangenen Jahr als „fokussiertes Technologieunternehmen“ für Industrie, Infrastruktur, Mobilität und Gesundheit. „Unsere Kunden profitieren von der Kombination der realen und digitalen Welten“, so Busch. Die Wachstumsmotoren seien Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit. Das Kerngeschäft und Digitalgeschäft verstärkten sich gegenseitig. „Dies ist das Fundament unserer Wachstumsstrategie, um noch profitabler zu wachsen“, so Busch.

„Noch ambitioniertere Finanzziele“

Auf dem Kapitalmarkttag stellt Siemens ein aktualisiertes „Financial Framework“ vor, das – nach eigener Aussage – ab dem kommenden Geschäftsjahr „noch ambitioniertere Finanzziele“ beinhaltet. Demnach will Siemens im Geschäftszyklus von drei bis fünf Jahren den Konzernumsatz jährlich um fünf bis sieben Prozent steigern. Bislang waren für das jährliche Konzernwachstum vier bis fünf Prozent vorgesehen. Siemens plane demnach, „deutlich stärker als der Markt zu wachsen“.

Wegen des „profitablen Wachstums in attraktiven Märkten und strukturellen Verbesserungen“ hebt Siemens seine Margenziele in den Sparten Smart Infrastructure und Mobility leicht an. Der Bereich Smart Infrastructure peilt nun eine Marge von 11 bis 16 Prozent an (bisher 10 bis 15), die Mobilitäts-Sparte 10 bis 13 Prozent (bisher 9 bis 12). Die Marge im Bereich Digital Industries bleibt hingegen bei 17 bis 23 Prozent – Siemens begründet das damit, dass das Ziel bereits ambitioniert sei und es zu temporären Belastungen aus der Umstellung des Geschäftsmodells komme.

„Resilientere und prognostizierbarere Umsätze“

Die grundlegende Transformation des Geschäftsmodells von Digital Industries soll ab dem Geschäftsjahr 2022 beginnen. Demnach soll ein „erheblicher Teil“ des Softwaregeschäfts in ein „Software-as-a-Service-Modell“ (SaaS) überführt werden. SaaS bedeutet, dass Kunden Software-Anwendungen über das Internet nutzen können, in der Regel im Abonnement. Siemens erhofft sich davon „resilientere und prognostizierbarere Umsätze“ sowie „einen Wachstumsschub durch die Eröffnung des Zugangs zu neuen, vertikalen Märkten, Anwendern und Kunden, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre Investitionen in komplexe IT-Infrastrukturen herunterfahren können“.

Siemens treibe „mit Hochdruck“ sein Technologieportfolio voran: „Software- und Automatisierungslösungen und eine führende IoT-Plattform plus Kerntechnologien wie Künstliche Intelligenz, Digitaler Zwilling, 5G, Industrial Edge oder Cybersecurity.“ Siemens rechnet in diesem Bereich mit profitablem Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Die Digitalumsätze in Höhe von 5,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2020 sollen bis 2025 jährlich um rund zehn Prozent wachsen.

Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

Mit einem neuen Rahmenwerk will Siemens zudem sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit unterstreichen. Das Rahmenwerk nennt sich „DEGREE“ und steht für „Decarbonization (Dekarbonisierung), Ethics (Ethik), Governance (Unternehmensführung und verantwortliche Geschäftspraktiken), Resource Efficiency (Ressourceneffizienz), Equity (Gleichbehandlung, Teilhabe und Respekt) und Employability (Beschäftigungsfähigkeit). Es gilt „geschäftsübergreifend für alle Aktivitäten weltweit“.

Das Thema Nachhaltigkeit werde zusätzlich als sogenannter strategischer Imperativ für Investmententscheidungen aufgenommen. Siemens selbst hat sich zur CO2-Neutralität der eigenen Geschäftstätigkeit bis 2030 verpflichtet. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, wolle es außerdem in seiner Lieferkette die Emissionen bis 2030 um 20 Prozent reduzieren. Bis 2050 soll dann auch die Lieferkette CO2-neutral sein.

30 Prozent Frauen als Top-Führungskräfte bis 2025

Bis 2025 soll außerdem der Anteil von Frauen auf der Ebene der Top-Führungskräfte 30 Prozent erreichen. Aktuell liege der Anteil bei etwa 23 Prozent.

Des Weiteren verkündete Siemens ein neues, auf fünf Jahre angelegtes, Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu drei Milliarden Euro. Mit einer stringenten Kapitalallokation und „progressiven Dividendenpolitik“ solle dies „auch in Zukunft zu einer äußerst attraktiven Gesamtrendite für die Aktionäre führen“.

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