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So teuer sind Wohnungen zum Kauf in Deutschland — und so sind die Preise in diesem Jahr gestiegen

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Besonders beliebt und teuer: sanierte Altbauten in der Berliner Innenstadt. (Symbolbild)
Besonders beliebt und teuer: sanierte Altbauten in der Berliner Innenstadt. (Symbolbild)

Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen stark. Wie das Statistische Bundesamt Ende September mitteilte, stiegen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal dieses Jahres um durchschnittlich 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das war der größte Preisanstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

Das Immobilienportal "Immowelt"* hat ermittelt, wie sich die Angebotspreise in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben und für welche Preise die Wohnungen auf dem Portal inseriert wurden. Bei den Preisen handelt es sich um den Median, also den mittleren Wert, der Angebotspreise jeweils zwischen Januar und Oktober 2020 und 2021. Es handelt sich um Kaufpreise für Bestandswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter), die vermehrt nachgefragt wurden.

Die Analyse wurde für Deutschland erstellt und in die Regionen Norden, Osten, Süden und Westen aufgegliedert. Wir haben uns angesehen, wo es am teuersten ist und wo die Preise besonders stark gestiegen sind. Das sind die Ergebnisse.

Norden: Spitzenreiter Hamburg

Bei den Städten im Norden sind die Preise in Hamburg mit am stärksten gestiegen. In der Hansestadt stiegen die Kaufpreise für Bestandswohnungen um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Quadratmeterpreis liegt hier im Median bei 5630 Euro. In Kiel liegt der Quadratmeterpreis derzeit bei 3500 Euro, günstiger ist es in der Region Hannover (2850 Euro) Braunschweig (2770 Euro) oder Osnabrück (2510 Euro). Am teuersten ist es laut der Analyse hingegen im Landkreis Nordfriesland, wozu neben Ferienorten an der Nordsee wie St. Peter-Ording auch die Insel Sylt zählt. Hier stiegen die Preise um neun Prozent, auf stolze 7060 Euro pro Quadratmeter.

Osten: Erfurt verzeichnet stärksten Anstieg

Spitzenreiter bei den teuersten Städten im Osten ist Berlin, hier kostet der Quadratmeterpreis im Median aktuell 4690 Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von sechs Prozent. Nur knapp dahinter liegt Potsdam mit 4670 Euro pro Quadratmeter, aber einem Anstieg von 21 Prozent. Vergleichsweise teuer ist es auch in Rostock (3450 Euro), das einen Anstieg 23 Prozent verzeichnete. In Leipzig stiegen die Preise um 20 Prozent auf 2550 Euro pro Quadratmeter. Erfurt verzeichnete bei den Städten den stärksten Anstieg (plus 27 Prozent), in der Landeshauptstadt Thüringens liegt der Kaufpreis somit bei 2530 Euro pro Quadratmeter.

Süden: 8490 Euro pro Quadratmeter in München

In München sind Eigentumswohnungen am teuersten. Der Quadratmeterpreis liegt hier bei 8490 Euro, ein Anstieg von elf Prozent. Auch im Umland der bayerischen Landeshauptstadt ist es teuer. Im Landkreis München liegt der Median bei 6990 Euro, in Starnberg bei 6670 Euro. In Rosenheim stiegen die Preise um satte 21 Prozent auf 4910 Euro und in Bad Tölz-Wolfratshausen um 21 Prozent auf 5690 Euro.

In Baden-Württemberg überholte Freiburg (5090 Euro) die Landeshauptstadt Stuttgart (4940 Euro). In Freiburg erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent, in Stuttgart um zehn Prozent. In Ulm stiegen die Preise sogar um 16 Prozent, hier liegt der Quadratmeterpreis aktuell bei 4240 Euro. Am stärksten stiegen die Preise im Landkreis Bad Kissingen. Hier steht ein Plus von 32 Prozent, bei aktuellen Preisen von 2220 Euro pro Quadratmeter.

Westen: 5710 Euro pro Quadratmeter in Frankfurt

Mit einem Plus von 26 Prozent verzeichnet Leverkusen den stärksten Anstieg unter den Großstädten im Westen. Hier liegt der Median nun bei 2950 Euro. Teurer ist es in den benachbarten Großstädten Köln (4250 Euro) und Düsseldorf (4500 Euro). Am teuersten ist es im Westen allerdings in Frankfurt. In der Bankenmetropole liegt der Quadratmeterpreis aktuell bei 5710 Euro im Median, ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch die kleineren Großstädte verzeichnen kräftige Preisanstiege. In Darmstadt etwa stiegen die Preise um 14 Prozent auf 4390 Euro, in Wiesbaden um 16 Prozent auf 4200 Euro. In Mainz liegt der Quadratmeter aktuell bei 4000 Euro (plus 14 Prozent). In Kaiserslautern (plus 23 Prozent) und Worms (plus 25 Prozent) stiegen die Preise sehr stark, allerdings lebt es sich hier noch vergleichsweise günstig, mit 2060 Euro pro Quadratmeter in Kaiserslautern und 2770 Euro in Worms.

*Disclaimer: Die Plattform Immowelt gehört so wie die Business Insider GmbH zur Axel Springer SE

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