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So schlägst du im nächsten Crash den Markt: Mit diesen 3 Schritten!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
Crash: Blick in den Abgrund

Warum wählen wir als Foolishe Investoren eigentlich einzelne Aktien aus? Genau, weil wir davon überzeugt sind, dass wir in der Summe unserer Entscheidungen und auch langfristig den Markt schlagen können. Ansonsten könnten wir auch auf ETFs setzen und das Investieren deutlich vereinfachen.

Eine Korrektur beziehungsweise ein Crash kann dabei ein Zeitpunkt sein, zu dem wir das Fundament für langfristig marktschlagende Renditen legen. Viel Qualität ist dann plötzlich bedeutend preiswerter zu haben. Das nehmen wir gerne mit.

Aber wie genau schlägt man eigentlich in der Korrektur den Markt? Lass uns das im Folgenden einmal näher inspizieren. Drei einfache Schritte könnten dabei bereits ausreichend sein.

1) Versuch nicht, auf das Tief zu warten!

Wenn man bei dem Versuch scheitert, in einer Korrektur zu investieren, dann liegt das häufig an einem selbst. Aber, zugegeben: In einem regelrechten Crash kann die Gefühlswelt auch mal durchaus durchgewirbelt werden. Die Wahrnehmung der Chancen und das rationale Gedankengut zum günstigen Kaufen verschwindet in einer Angst, die einem ständig sagt: Es könnte noch tiefer gehen. Und das ist dein hart erarbeitetes Geld, das du verlierst.

Dieser Angst und diesem emotionalen Wirrwarr sollte man proaktiv vorbeugen, indem man sich eines klarmacht: Nein, ich werde mit Sicherheit nicht den Tiefpunkt des Crashs erwischen. Ja, es noch nicht einmal versuchen, auf dem Tiefpunkt zu kaufen. Sondern bereits vorher das Fundament für langfristig marktschlagende Renditen legen.

Ein System kann dabei helfen: Beispielsweise, indem man das erste Mal investiert, wenn der breite Markt um 10 % korrigiert ist. Ein weiteres Mal bei weiteren 10 % und immer so weiter. So stellt man sicher, dass man als Investor von den günstigen Bewertungen profitieren kann. Beziehungsweise mehr profitiert, wenn es noch günstiger wird. Das günstige Kaufen und das Nutzen der Korrektur ist eine wichtige Säule.

2) Setze auf Wachstumsaktien hoher Qualität!

Ein zweiter Schritt hängt natürlich auch mit der Aktienauswahl zusammen. Das Tolle an diesem Schritt ist jedoch, dass er eigentlich nicht davon abweicht, wie man in Nicht-Crashzeiten agieren würde. Als Foolisher Investor ist man schließlich stets darauf bedacht, günstige Qualitätsaktien zu ergattern.

Einen Fokus, den man auch oder gerade im Crash nicht verlieren sollte. Die Auswahl wird zwar konsequent größer. Allerdings sollte man sich nicht von den weiteren potenziellen Chancen blenden lassen. Nein, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Das letzte Märztief beziehungsweise die Performance bis jetzt hat dabei gezeigt, welche Aktien nach einer volatilen Phase mit am besten durchstarten: Wachstumsstarke Aktien mit soliden Trends gehörten generell dazu. Davon sollte man vermutlich auch nicht abrücken, wenn die Börsen noch ein zweites Mal beben sollten.

3) Sei mutig, denke langfristig!

Zu guter Letzt ein weiteres Mal ein Kriterium, das mit einem selbst verbunden ist. Wer den Markt in Crash-Zeiten schlagen will, der sollte mutig sein. Und vor allem langfristig denken. Zwei Dinge, die zwar isoliert voneinander betrachtet werden können. Allerdings gerade in der Korrektur wunderbar zusammenspielen.

Wer langfristig denkt, der kann die kurzweiligen Kurskapriolen ideal ausblenden. Es geht schließlich nicht darum, in einer Woche, einem Monat oder einem Jahr erneut im Plus zu sein. Nein, nicht einmal darum, es in zwei oder fünf zu sein. Nein, es geht im Zweifel darum, reich in den Ruhestand zu gehen. Oder über Jahre und Jahrzehnte bestmöglich ein Vermögen aufzubauen.

Wer es schafft, mit diesem Blickwinkel zu investieren, der wird in volatilen Zeiten mutiger agieren können. An der eigenen inneren Einstellung und den Zielen zu arbeiten, kann daher ein weiteres wichtiges Kriterium sein, um den Markt langfristig zu schlagen beziehungsweise die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Sei bereit!

Abschließend erneut der Hinweis: Das Coronavirus ist noch nicht vorbei, die Börsen stehen hoch. Es könnte daher gerade jetzt angebracht sein, sich zumindest innerlich auf eine Korrektur vorzubereiten. Beziehungsweise die Frage zu klären, wie man dann den Markt schlagen will.

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